Rückblick auf die Präsidialjahre von Martin von Orelli, Div a D

Gehalten an der Vereinsversammlung vom 13.03.2014, AAL, Luzern
von Vize-Präsident Oberst i Gst Stefan Holenstein

Sehr geehrte Mitglieder der GGstOf,
sehr geehrte Gäste

Als Vizepräsident der GGstOf habe ich die Pflicht, insbesondere aber die Ehre, im Namen des Vorstands die „Laudatio“ für den nun abtretenden Präsidenten, Div Martin von Orelli, zu halten.

Dabei werde ich auf drei Bereiche kurz eingehen:

  1. Präsidialzeit von Div Martin von Orelli und die dabei einhergegangene Reform der GGstOf.
  2. Bedeutung und Ausstrahlung der GGstOf heute dank Div Martin von Orelli.
  3. Einige Charakteristika zur Amtsführung und zur Person von Div Martin von Orelli.

1. Erfolgreiche Präsidialjahre

Div Martin von Orelli führte die Gesellschaft für Generalstabsoffiziere während sechs Jahren von 2008 bis 2014.

Er führte die Gesellschaft mit sehr grossem persönlichem, ja unermüdlichem Einsatz und – man darf dies sagen, ohne gleich unbescheiden zu wirken – mit riesigem Erfolg.

Dieser Erfolg lässt sich etwa an folgenden, nicht abschliessenden Meilensteinen ablesen, die während seiner Amtszeit erreicht wurden:

  • Auf- und Ausbau einer professionellen Online-Plattform, die bis heute ihresgleichen sucht. Stichwort: einzigartige Mitgliederdatenbank, vielfältige Blogbeiträge (u. a. auch vom CdA verfasste), Nutzung der Social-Media-Kanäle.
  • Aufbau einer starken Kommunikation, mit vielbeachteten Beiträgen in den Printmedien oder Fachzeitschriften sowie zahlreichen Eigenprodukten (z. B. Newsletter, Umfrage-Studien).
  • Permanenter, starker Mitgliederzuwachs über all die Jahre von rund 450 (per 01.01.2008) auf nun 1022 Mitglieder (per 31.12.2013), d. h. mehr als eine Verdoppelung! Tendenz zudem steigend. Zum Vergleich: Die grösste lokale OG- Sektion der Schweiz, die AOG Zürich, umfasst derzeit noch 1803 Mitglieder, Tendenz – wie bei den übrigen OG’s gesamtschweizerisch auch – abnehmend. Die GGstOf gehört mittlerweile auch zahlenmässig zu den grössten fünf Sektionen bzw. „Fach-OG“ in der Schweiz!
  • Erneuerung und Anpassung der Vereins- und Organisationsstrukturen (Stichwort: Statutenrevision, Modernisierung von Reglementen und Konzepten oder das Eingehen neuer Partnerschaften, z. B. mit der Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Armee: AWM).
  • Einführung der erfolgreichen, überregional ausgerichteten Netzwerkanlässe.
  • Zunehmende militärpolitische Einflussnahme, z. B. im Abstimmungskampf rund um die Aufhebung der Wehrpflicht – hier mit einer neuartigen „AbstimmungsApp“ – oder in der Vernehmlassung betr. WEA.

Kurz: Die Präsidialzeit von Div Martin von Orelli ist gleichzusetzen mit einem mitgliedermässigen, technologischen und gesellschaftsmässigen Erneuerungsschub, wie er für eine so junge Milizorganisation in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts unvergleichlich ist.

2. Bedeutung und Ausstrahlung der GGstOf

Div Martin von Orelli genoss und geniesst in der Armee, im sicherheitspolitischen Umfeld, im politischen Kontext und im Milizwesen allgemein ein überaus hohes Ansehen. Es ist ihm stets von allen Seiten, gleich auf welcher Stufe, hoher Respekt zuteil geworden.

Er kämpfte unerschrocken für eine starke, glaubwürdige Landesverteidigung und Milizarmee und wagte oftmals ein offenes, kritisches Wort, ohne je unsachlich, emotional oder gar unfair zu werden. Mit einem Satz gesagt: Er stellte, hochkompetent und geistreich, die Sache und die Interessen der GGstOf immer über die Interessen der eigenen Person. Die Unabhängigkeit, auch von „Bundesbern“, seiner ehemaligen Arbeitsstätte, war ihm ein kostbares Gut, das es stets zu bewahren galt.

Die Jahre 2008 bis 2014 waren von starken armeepolitischen Bewegungen geprägt, die sich unmittelbar auch auf die Arbeit und die Ausrichtung der GGstOf auswirkten.

Div Martin von Orelli nahm in dieser Zeit die Themen aktiv auf, analysierte sie zusammen mit dem Vorstand und zeigte entsprechende Lösungsvarianten auf, dabei immer den generalstäblichen Grundsätzen der Vernunft, des Pragmatismus und der Machbarkeit verpflichtet. Es kamenm ihm seine intellektuelle und sprachliche Schärfe zugute, dank der er sich von niemandem und zu keiner Zeit ein X für ein U vormachen lassen musste.

Mit Fug und Recht wird dieser bedeutende zeitliche Abschnitt der GGstOf als die „erfolgreiche Ära von Orelli“ in die Geschichte unserer Gesellschaft eingehen.

3. Amtsführung und Person Div Martin von Orelli

Die Armee, aber auch die Milizorganisationen und -verbände sowie die übrigen Partner hatten in der Person von Div Martin von Orelli als Präsidenten der GGstOf einen äusserst verlässlichen, sehr qualifizierten, berechenbaren und damit glaubwürdigen, hoch respektierten Mitkämpfer und Ansprechpartner.

Mit seiner im Ausdruck und der Wortwahl vielleicht eher zurückhaltenden, im Auftritt aber umso präsenteren und wachen Persönlichkeit, seiner durchdringenden Überzeugungs- und Argumentationskraft sowie seiner Besonnenheit und Weitsicht verlieh er der GGstOf im Speziellen ein markantes, unverkennbares Gesicht und der Miliz im Generellen eine starke und unbestechliche Stimme.

Es ist das Verdienst des scheidenden Präsidenten, dass er – nicht zuletzt dank seiner ausgezeichneten Französischkenntnisse – die Brücke auch in die Suisse Romande zu schlagen vermochte, mit dem Resultat, dass der Vorstand heute auch mit der welschen Minderheit gut, repräsentativ und sehr motiviert vertreten ist. Chapeau, Monsieur le Président!

Div Martin von Orelli leistete in den letzten sechs Jahren ein sehr grosses persönliches Arbeitspensum. Mit der ihm eigenen generalstäblichen Perfektion und von ihm selber angelegten, ausnehmend hohen Messlatte vertrat er die GGstOf an zahlreichen Veranstaltungen, Podien und Auftritten aller Art, verfasste ungezählte Artikel und Blogs und beantwortete brieflich oder per Mail zahlreiche Anfragen persönlich und adressatengerecht und in sprachlich hervorragendem Stil. Unser Präsident war und ist kein Mann des unwirschen sprachlichen Zweihänders, sondern vielmehr ein Repräsentant des feinen, variantenreichen und treffsicheren Floretts.

Der Vorstand erlebte seinen Präsidenten als akribisch vorbereiteten und hervorragend strukturierten, allzeit aufmerksamen, konzentrierten und bestens vernetzten Kameraden, der seine Ziele kontinuierlich, lösungsorientiert und beharrlich, trotzdem aber nie verbissen und übereifrig verfolgte. Über die Details wollte er zu Recht Bescheid wissen, liess aber die Projektleiter eigenständig arbeiten, ohne den Blick für das Wesentliche und damit die Gesamtkontrolle zu verlieren. Er verlangte von seinen Vorstandskollegen viel, teilweise sehr viel – sie dankten es ihm mit hoher Motivation, Leistungsbereitschaft und Freude am Erreichen der gemeinsamen Ziele. Wir hatten und haben trotz aller Ernsthaftigkeit unseres Tuns eine tolle Stimmung und einen guten Teamspirit!

Der Vorstand – stellvertretend für die gesamte GGstOf – dankt Dir, lieber Martin, ganz herzlich für Deinen unermüdlichen, von Erfolg gekrönten Einsatz und die vorbildliche Führung der Gesellschaft. Wir wünschen Dir auf diesem Wege, nunmehr kurz vor Deinem 70. Geburtstag stehend, und Deiner Familie alles Gute für die Zukunft, v. a. gute Gesundheit, und weiterhin beste jugendliche Schaffenskraft.

Wir wollen es Dir gerne mit einer kleinen symbolischen Geste in Form eines Schweizer Korbs und diversen kantonalen Spezialitäten, inklusive der obligaten Basler Kirsch-Flasche mit dem „schwimmenden“ Gst-Of-Spiegel, danken.

Herzlichen Dank, im Namen der gesamten GGstOf!

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Eine Antwort auf Rückblick auf die Präsidialjahre von Martin von Orelli, Div a D

  1. Tischhauser Heinrich sagt:

    Lieber Martin
    Ganz einfach herzlichen Dank für dein selbstloses und überzeugendes Wirken und nur das Beste für die Zukunft. Alles Gute.

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