Anforderungsprofil

Der Generalstabsoffizier muss auch in Zukunft in der Lage sein, Probleme zu lösen; reine Kenntnisse der Vorgehensweisen und Prinzipen genügen nicht. Er arbeitet in der Regel nicht allein. Seine höchsten Leistungen erbringt er, indem er eine Mehrzahl von Spezialisten zu einem gemeinsamen Resultat führt. Er zeichnet sich durch Sinn für Unkonventionelles, Unabhängigkeit von Schemata aus, aber auch durch Unempfindlichkeit gegen Rückschläge und den Willen zum Erfolg.

Aus Schweizer Generalstabsoffizieren gehen die künftigen Top-Kader der Schweizer Armee hervor. Dieser Gedanke ruht keineswegs auf Abgehobenheit oder Arroganz, sondern vielmehr auf den klassischen Fähigkeiten, Attributen und Werthaltungen des Generalstabsoffiziers:

  • Logisch-analytisches und vernetztes Denkvermögen und hohe Problemlösungskompetenz, auch und gerade unter erschwerten Bedingungen.
  • Schöpferisches, einfallsreiches und dynamisches Denken, gepaart mit dem Blick für das Machbare.
  • Präzise Urteilskraft und Entscheidungsfreude, ohne dabei vorschnell zu reagieren.
  • Selbstdisziplin und physische wie psychische Leistungsfähigkeit.
  • Sorgfalt, ohne sich im Detail zu verlieren.
  • Bescheidenes und selbstloses Zurückstellen der eigenen Person hinter die Auftragserfüllung, ohne aber auf soldatische Bestimmtheit und eine unabhängigen Meinung zu verzichten.
  • Loyales Handeln im Sinne des Auftrages, aber auch den Mut, seine Überzeugung, ungeachtet persönlicher Nachteile, in geeigneter Weise vorzubringen.
  • Fähigkeit zur Menschenführung und Teamfähigkeit, verbunden mit der notwendigen Gelassenheit.
  • Weltoffenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen.
  • Hohe Motivation und Interesse an der Armee sowie die Bereitschaft zu stetigem Lernen und Weiterentwickeln.
  • Die Veränderungsbereitschaft im Hinblick auf Streitkräfteentwicklungen im In- und Ausland und militärische Unternehmensführung nach notwendigen ökonomischen Gesichtspunkten, um den künftigen Herausforderungen der Armee gerecht zu werden.

Quelle / Details zur Beurteilung: Dokument der Gst S vom Februar 2013

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