Aktivitätsmatrix: Teil Miliz

Ende Juni haben wir Ihnen den Grundaufbau unserer Aktivitätenmatrix vorgestellt. Nun folgen die einzelnen Spalten und Zeilen. In diesem Beitrag geht es um das Wirkungsfeld „Aussen“ mit der Operationslinie „Miliz“.

Miliz

  • Themen
    • Den Vorgaben der Bundesverfassung („Milizprinzip“) im Korps der Gst Of nachleben.
  • Ziele
    • 33% der Gst Of (Stabsoffiziere sowie HSO) haben beruflich einen privatwirtschaftlichen Hintergrund.
  • Mittel
    • Schrift „Die Zukunft der Miliz im Korps der Generalstabsoffiziere“
    • Ist-Analyse und Statistiken
    • Kontakte zu Kdt Gs Vb, der Armeeführung und zur Politik
    • Definition Rollenverständnis
  • Wege
    • Info-Plattform
    • Controlling-Konzept
  • Verantwortlich
    Lt col Laurent Ducrest

Die vollständige Aktivitätsmatrix der GGstOf als PDF.

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5 Kommentare zu Aktivitätsmatrix: Teil Miliz

  1. Christoph Grossmann sagt:

    Das tönt ja wieder einmal unglaublich stramm und wie so oft wird kein Verantwortlicher genannt … Fokussieren wir auf Kdt, Kdt Stv und SC Grosser Verbände oder USC und C Astt im Armeestab, werden die 33% seit Jahrzehnten nicht mehr realisiert. Der Milizgrundsatz verlangte sowieso mindestens 50%, weil tiefere Prozentsätze eben nicht mehr grundsätzlich sind. Ob ein solcher Prozenzsatz angesichts der banalen und rückwärts gewandten Doktrinansätze der allzu stark von einer Partei geprägten Schweizer Armee aber überhaupt erstrebenswert sind, wäre zu diskutieren. Nachdem das Parlament dieses Jahr eine Debatte geführt hat, die eigentlich 1993 gepasst und 2003 von Nöten gewesen wäre , ist es inzwischen erneut an der Zeit, etwas zukunftsträchtigere Überlegungen anzustellen. Dabei müsste der operationelle Auftrag Ausgangspunkt sein, also die Teilnahme an Einsätzen und die fähigkeitsorientierte, Auwuchs ermöglichende Grundbereitschaft. Davon sind die Bundesbehörden derzeit willentlich weit entfernt und deshalb ist der personelle Ressourenansatz zu hinterfragen. Respektive es bleibt beim verdienstvollen Konstatieren der tatsächlichen Entwicklung. Sic transit – gloria mundi ist dies jedenfalls kaum.

  2. Dass keine verantwortliche Person genannt wird, hat seinen Grund in der Abkommandierung der bisher dafür vorgesehenen Person ins Ausland, womit eine Wahrnehmung der Aufgabe etwas schwierig ist. Die Stellvertretung/Nachfolge ist noch nicht definitiv geregelt.

    Es mag stimmen, dass insbesondere in den höheren Chargen die 33% nicht mehr erreicht werden. Die letzten Ernennungen zeigen aber immerhin, dass Milizlern selbst hohe Funktionen offen stehen – das müsste uns zuversichtlich stimmen.

    50% sind sicher eine wünschbare Grösse. Der Bundesrat glaubt jedoch bereits dieses Ziel erreicht zu haben (siehe Interpellation Miesch). Es kommt also auch auf die Messkriterien an. Dazu verweise ich auf den Beitrag von früher (http://blog.ggstof.ch/?p=731). Wie definierst DU die 50%?

    Zum Schluss und „off-topic“:
    Deine Meinung zur „Teilnahme an Einsätzen“ teile ich nicht. Der Ausgangspunkt muss die Antizipation eines zukünftigen Krieges und dessen Form sein. Daraus lassen sich Fähigkeiten und Leistungen ableiten. Unsere Verteidigungsarmee braucht in erster Linie „bereit und fähig“ zu sein und weniger „erfahren“. Das würde unserer Auffassung von einer Verteidiungsarmee zuwider laufen und die Neutralität mehr als nur etwas strapazieren. Aber da sind wir wieder bei einer anderen Diskussion…

  3. Nachdem hier das Thema Miliz angesprochen ist und ich als selbständigerwerbender Rechtsanwalt geradezu der Prototyp eines Milizoffiziers darstelle, erlaube ich mir, nachdem mich die KOG ZH und die SOG (hatte in beiden Vorständen Einsitz und führte mit Erfolg die OG Winterthur) bei den Wahlempfehlungen für die eidgenössichen Wahlen ignorierte, gestatte ich mir daran zu erinnern, dass ich
    im Kanton Zürich
    a) als Ständerat
    b) Nationalrat (Liste 30 parteifrei.ch)
    kandidiere!
    Mit freundlichen Grüssen
    Hans-Jacob Heitz

    Wenn das Offizierkorps es wie nun bei den Wahlen darauf angelegt hat, sich auseinader zu dividieren, dann ist der Milizgedanke rasch ausgeträumt!

  4. Christoph Grossmann sagt:

    @Markus
    Mit Einsätzen meine ich alle Einsätze (=<10% der Diensttage) und mit Grundbereitschaft die Ausbildungsdienste nach der Grundausbildung (=40% der Diensttage). Das ist nicht eine Auffassung, die man teilen kann oder nicht, sondern Auftrag. Wer aber meint, militärisches Handeln sei ausschliesslich eine nationale Aufgabe, muss nicht erstaunt sein, wenn Budgets reduziert werden. Man sollte sich nicht von der Wahljahrrhetorik blenden lassen und sich an das Parteiverhalten der letzten vier Jahre erinnern. Wählt das Volk jene Vertreter, die eine breit ausgerichtete Armee befürworten, ist die Strtategie klar, wählt das Volk anders, auch.

  5. Brugger Kurt sagt:

    Herr H.J.Heitz, es ist gut zu wissen, dass Sie Of sind. Weniger gut ist die Tatsache, dass Sie weder von der KOG/AOG/SOG im Wahlkampf Support erhalten haben. In einem meiner Beiträge an die GGstOf stelle ich die Frage: ob vielleicht diese „Schläfertruppe“ bereits von den Adlaten der GSOA unterwandert ist? Lesen Sie meine Kurzbeiträge. Es sollten noch viel mehr „Veteranen TO61“ „auf die Pauke hauen“. Was ich in diesem Wahlkampf beobachtet habe „haut jeden Eskimo vom Schlitten“. Die Armeeabschaffer sind im Parlament auf dem Vormarsch, die Mitte wurde gestärkt (in diesen Gruppierungen sind wenige zuverlässige Befürworter) und auf der rechten Seite ist nur noch die SVP-Fraktion dicht. Schade, Sie haben leider nicht für die SVP kandidiert. Ich habe 1953 die RS absolviert, im gleichen Jahr bin ich von meinem Vater (Mitgründer einer Sektion der BGB in Zürich-Aussersihl) als Sekretär politisiert worden. Seit damals verfolge ich die eidg. Wahlen mit Akribie. Für mich ist es kaum fassbar, wie diese Of-Org derart passiv zuschauen können, wie ihnen „die Felle davon schwimmen“. Ich grüsse Sie freundlich K.Brugger

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