Arbeitsbericht des Vorstandes

Am 9. Januar 2012 hat die erste Vorstandssitzung in diesem Jahr stattgefunden. Folgende Themen führten zu einer intensiven Diskussion:

  1. Dem Kommando der Höheren Kaderausbildung und damit auch dem Kommando der Generalstabsschule wurde kurzfristig der Kommandantenkredit um rund 90% reduziert. Das hat zur Folge, dass kleine Anerkennungen für die jungen Kader, die sich zu einer zusätzlichen militärischen Ausbildung entschliessen, nur noch in ganz beschränktem Ausmasse möglich sind. Der Vorstand ist sich darin einig, dass die Konsequenzen dieser Finanzrestriktionen in einem wenig spektakulären  Bereich genau verfolgt werden müssen. Andererseits kann es nicht darum gehen, dass die GGstOf dem Kdo Gst Schule mit Geld „unter die Arme greift“; es wäre ein völlig falsches Zeichen nach „Bern“. Wir werden der Sache auf den Grund gehen. [UPDATE: 18.01.2012: Sachlage geklärt]
  2. In Sachen Initiative der GSoA muss rasch entschieden werden, wer unter den militärischen Milizorganisationen den Lead in der Informationskampagne übernimmt. Wir sind der Ansicht, dass die SOG und/oder die Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Milizarmee (AWM) in der Pflicht sind.
  3. Projekt „EDELWEISS“: Am 6. Januar 2012 hat eine Sitzung im Beisein des CdA stattgefunden. Die Milizarbeitsgruppe hat ihre Arbeit präsentiert. Noch gehen die Meinungen zur zukünftigen Ausgestaltung der GLG IV/V stark auseinander. Alle sind sich jedoch einig, dass die Attraktivität der militärischen Weiterbildung für die Miliz gesteigert werden soll. Der CdA teilt diese Ansicht. Der Kdt Gst Schule wird – abgestützt auf die verschiedenen Vorarbeiten – die ausbildungsmässigen Konsequenzen erarbeiten. Die GGstOf ist im Beirat eingebunden. Das Personelle der Armee wird neu damit beauftragt werden, ein Gesamtkonzept für ein schweizweites Personalmanagement der Gst Of zu erarbeiten.

Daneben wurden folgende ordentliche Themen behandelt:

  • Bereinigung des Jahresberichtes 2011;
  • Letzte Vorbereitungen für die Vereinsversammlung vom 23.2.2012;
  • Erste Gedanken zu den Beiträgen der GGstOf in den Gst Of Seminarien des Chefs der Armee (November 2012).

Besonderes:
Am 13. Januar 2012 hat eine erste Besprechung des Vorstandes mit dem neuen Chefredaktor der ASMZ, Oberst i Gst Peter Schneider, und seinem Stellvertreter, Oberst i Gst Michael Arnold, sowie dem Kdt Gst Schule, Brigadier Daniel Lätsch, stattgefunden. Man ist sich einig, dass die in den letzten Monaten aufgetauchten Misstöne ad acta zu legen sind und die GGstOf wieder Texte beitragen soll. Im Wesentlichen wird die GGstOf im Herbst 2012 eine zweite Auswertung der Zielerreichung in Sachen „Empfehlungen“ aus der Schrift „Die Zukunft der Miliz im Korps der Gst Of“ vorlegen. Im Hinblick auf 2013 soll dann gemeinsam mit den Verantwortlichen der ASMZ ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.

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5 Antworten auf Arbeitsbericht des Vorstandes

  1. Guten Tag

    Dürfte ich darum bitten, mich mit den nötigen Basisinformationen zum Kommandantenkredit zu bedienen wie: Zweckbestimmung/ rechtliche Grundlage/Betrag / Bedingungen für Anerkennungsgabe und dgl.
    Mit freundlichen Grüssen

  2. Per Definition wird „sparen“ immer falsch ausgedrückt. Gespart ist nur, wenn Einnahmen die Ausgaben überdecken und Rücklagen gebildet werden können. Beim Kommandantenkredit geht es um eine Kürzung. Bestimmungen für Ausgaben „zur freien Verfügung“ – z.B. Kommandatenkredit – werden in der Bundesverwaltung und insbesondere im VBS dermassen restriktiv gehandhabt, dass es funktionsorientiert zugeteilt meist geradezu beschämend niedrige Beträge sind. Und wenn nun solche Beträge auch noch gekürzt werden, ist das eine Bankrotterklärung des VBS. Dies, im Wahren von Verhältnismässigkeiten in der Verwendung von Krediten in Hunderten von Milliarden. Zu erklären ist dies dadurch, dass die Verantwortungs- und Entscheidträger weder willens noch fähig sind, die Dimensionen der Einheit der Materie zu wahren. Die Kürzung des Kommandatdenkredits ist nur ein Puzzle im ganzen Spiel. Auffällig ist dieses Kleckern schon über mehr als eine Legislaturperiode. Solche Kürzungen werfen eben keine politischen Wellen. Sie werden im Stillen schöngeredet. Damit beschneidet man dem Kommandaten ein Stück seiner von ihm geprägten „Unternehmenskultur“. Und diese paar lumpigen beschnittenen Fränkli stehen im Missverhältnis zu gepflegter Kultur. Leiten Sie diese E-Mail an die Verantwortlichen im VBS weiter.

  3. Oberst Gst Jacques W. Cornut, Basel sagt:

    Ein Armee ohne Gstab-Schule kann ich mich einfach nicht vorstellen. Gibt es überhaupt eine solche weltweil ?

    Oberst Gst Jacques W. Cornut, Basel

  4. B. Serwisser sagt:

    Eine Armee, die den Verteidigungsauftrag nicht mehr ernst nimmt, sich prioritär PR- und subsidiären Aufgaben widmet, benötigt keine Gst Schulen mehr.

    Deshalb: Zuerst Auftragsklärung der Armee und erst anschliessend Strukturen und „Kästchen zeichnen“!

  5. Blog Admin sagt:

    @Besserwisser: Wir würden es sehr begrüssen, wenn Sie sich mit vollem Namen und korrekter E-Mail an der Diskussion beteiligen würden. Ansonsten sehen wir uns gezwungen, Ihre Beiträge zu löschen.

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