Armee-Zusatzberichte publiziert

Das VBS hat heute die Zusatzberichte zum Armeebericht veröffentlicht:

Wir laden Sie ein, die Berichte zu lesen und Positives wie auch Kritisches hier bei uns in den Kommentaren zu diskutieren.

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5 Kommentare zu Armee-Zusatzberichte publiziert

  1. Christoph Grossmann sagt:

    Das VBS bestätigt mit seinen beiden Zusatzberichten das unentschlossene Lavieren der Bundesbehörden. Mit beiden Papieren wird erneut verpasst, eine stringente Zielvorstellung darzulegen. Der Zusammenhang zwischen Auftrag, Doktrin, Finanzen und Personal wird nicht nachvollziehbar begründet, sondern im Gegenteil verdecken unbelegte Zahlenangaben die Zusammenhänge. Das gilt vollständig für die finanziellen Angaben und weitgehend für die personellen Zahlen über die Organisation (AdA, Trp Kö, Gs Vb, Basisleistungen). Aus dem Modell der abgestuften Bereitschaft wird willkürlich eine Teilmobilmachung für vier Monate als Vergleichsbasis gewählt. Die ebenso willkürliche Entlastung des ordentlichen Budgets mit „Anschubfinanzierungen“ ist unglaubwürdig, da alle Varianten deutlich über den aktuellen Ausgaben und Finanzplänen des Bundes liegen. Weiterhin wird mit dem allzu raschen Hinweis auf die Neutralität und der impliziten Annahme, dass eine Schweizerische Abhaltewirkung wie im 20. Jahrhundert funktionieren werde, eine differenzierte und chancenorientierte Auseinandersetzung mit Beiträgen zur supranationalen, sicherheitspolitischen Kooperation verweigert und damit erneut verkannt, dass nicht alle, aber doch massgebliche Aspekte der Sicherheitspolitik für die Schweiz sich auch auf übergeordnete Ebenen verschoben haben. Es ist zu hoffen, dass sich das Parlament mit den Zusatzberichten nicht zufrieden gibt und sich endlich mit echten Varianten der weiteren Entwicklung auseinandersetzt. Die zu beobachtende Banalisierung der sicherheitspolitischen und militärstrategischen Auseinandersetzung ist kaum hilfreich. Ausganspunkt sind nicht einfach irgendwelche Zahlen, sondern die doktrinellen Vorstellungen der Aufgabenerfüllung: was, wie. Dadurch würde auch von selbst die Bedeutung des Milizgrundsatzes geklärt.

  2. Christoph Grossmann sagt:

    Und ein Zweites: Die Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde
    Milizarmee (AWM), in welcher viele Milizorganisationen vereint sind, und die Schweizerische Offiziersgesellschaft nehmen unverzüglich und geeint für die grösste Variante mit 120’000 Ada Position. Die Neue Zürcher Zeitung nimmt zwar freundlich, aber inhaltlich in vielen Teilen kritisch Stellung. Man darf gespannt sein, ob sich die Bundesbehörden unbeirrt auch darüber hinwegsetzen.

  3. Markus M. Müller sagt:

    Ich frage mich allerdings, ob auch 120’000 genug sind. Da zweifle ich doch sehr – v.a. wenn man sieht, zu was diese Mini-Armee noch alles fähig sein soll. Interessant wären auch Varianten 160’000 und 200’000.

  4. Peter Schneider sagt:

    Dieser Bericht ist, wie seine Vorgänger, vollkommen unsinnig; ihn zu lesen ist verschwendete Zeit. Die Grundlage zu diesem „Bericht“ ist der Sicherheitspolitische Bericht 2010. Es kann nicht oft genug unterstrichen werden dass dieser SIPOL B wertlos ist; seine Mängel sind hinlänglich dargestellt worden, die politische Leitung des VBS ist zu etwas besserem offensichtlich nicht fähig. Es ist nun vollkommen müssig, auf dieser unbrauchbaren Grundlage einen „Armeebericht“ erstellen zu wollen, zum ersten weil die politische Leitung des VBS auch dazu nicht in der Lage sein wird, zum anderen weil man via Armeebericht den SIPOL B nicht flicken kann. Die Diskussion über den Bestand der zukünftigen Armee ohne fundierte Diskussion über Bedrohung (auf der Zeitachse) uns ohne Aufgabenspektrum sowie ohne Analyse der inneren Sicherheit ist geradezu kindisch um nicht zu sagen grotesk. Hört endlich mit diesem jämmerlichen Schauspiel auf, das für die jungen, dienstpflichtigen Leute abstossend wirken muss, und akzeptiert endlich, dass ein brauchbarer SIPOL B erarbeitet und akzeptiert werden muss; dann wäre auch das neue dringend erforderliche neue Flugzeug nicht so „abgeschossen“ worden……

  5. Pingback: Erste, noch spärliche Reaktionen auf den Zusatzbericht | blog.ggstof.ch

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