Berufskategorien im GLG II/11 & Beurteilung der Ausbildung an der Gst S

Anlässlich der Veranstaltung „KORPSGEIST“ vom letzten Februar hat der Kdt Gst Schule aktuelle Zahlen zu den Teilnehmern in den Lehrgängen vorgestellt.

Die erste Darstellung gibt einen Überblick über die Anzahl Teilnehmer nach Berufskategorien im GLG II/11

(Vergrösserung durch Klick)

Die zweite Darstellung zeigt den Anteil der Berufskategorien an Absolventen des GLG II.

Nach wie vor wird der von der GGstOf anvisierte Wert von 30% bzw. der Zielwert des CdA von 50% nicht erreicht.

In der letzte Grafik wurde das Feedback der Teilnehmer der verschiedenen Lehrgänge ausgewertet.

Quelle aller Abbildungen: Kdo Gst S

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Gst S, Miliz abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Berufskategorien im GLG II/11 & Beurteilung der Ausbildung an der Gst S

  1. Das sind interessante Zahlen. Wurde untersucht, ob eine Korrelation besteht zwischen der Militärischen Eignungsprüfung MEP und dem Anteil der Berufsgruppen? Bis ins Jahr 2006 wurde die sogenannte MEP nach einer Idee des Schreibenden durchgeführt. Das Prinzip basierte auf zwei Grundgedanken. 1. sollte die Prüfung ohne besondere Vorkenntnisse absolviert werden können und 2. sollte keine absolute Punktelimite gelten, sondern jeweils die besten Absolventen der Jahresprüfung genommen werden.

    Ziel war natürlich, dass alle potentiellen Teilnehmer dieselben Chancen haben sollten, die MEP zu bestehen. Vor Einführung dieses Prinzips gab es nämlich in der Verwaltung regelrechte Ausbildungskurse für die Eignungsprüfungen, während die Milizoffiziere auf diese Vorteile verzichten mussten. Sollte das neue Konzept der Eignungsprüfung solches wieder belohnen, wäre es kein Wunder, dass Insider bereits bei der Eignungsprüfung besser abschneiden. Der Schreibende war SC und C LG der Gst S bis ins Jahr 2006.

  2. Christoph Grossmann sagt:

    Die Zahlen sprechen für sich. Wenn man die Anzahl der Berufsoffiziere innert fünf Jahre verdoppeln kann, kann man sie auch verdreifachen. Ernüchternd ist die Delle in der Beurteilung des GLG III; denn dort gibt es keine weiteren Insignien zu verdienen. Also ist die Beurteilung unverfälscht kursrelevant. Offenbar entfremdet sich die Armee vom staatspolitisch relevanten Milizgrundsatz im Militär dramatisch und irreversibel. Die Generalstabsoffiziere sind Spiegel der Armee. Nur wenige Miliz Gst Of bedeutet, dass die Armee nicht mehr als Teil des Volkes sondern der Verwaltung verstanden wird. Könnte es sein, dass militärischer Schulbetrieb, Verwaltungsmentalität und politische Orientierungslösigkeit die Vertreter der Privatwirtschaft nicht mehr in ausreichender Form erreichen? – Sind Sinn und Nutzen klar, die Strategie formuliert und die Struktur darauf ausgerichtet, findet jede Organisation die richtigen Talente.

  3. Vincenz Carlo, Div aD sagt:

    Wenn Gst Of aus der Privatwirtschft fehlen, so fehlen uns früher oder später Offiziere die in die Politik einsteigen, sei es auf lokaler, kantonaler oder eidgenössischer Ebene. In den Privatfirmen fehlen Vorgesetzte, die wissen, was eine Kaderfunktion in der Armee bringt. Ebenso fehlen Offizieren in den Schulen, angefangen von der Volkschule bis zu den Fachhochschulen und Universitäten. In der Politik werden die Weichen zu Gunsten oder zu Ungunsten der Armee gestellt, in den Schulen fehlen die Vorbilder und Motivatoren. Wenn dieser Trend nicht gestoppt werden kann – auch unter vielen Konzessionen – wird es für die Armee als Ganzes immer schwieriger, als Milizarmee in Zukunft zu bestehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.