„Chance Miliz 2016“ – Wird in der Armee zeitgemäss geführt?

einladung-chance-miliz-2016

Die Milizkader sollen in Krieg und Krisen bestehen können, in der Rekrutenschule und Wiederholungskursen aber besonnen führen – ein Spannungsfeld? Dasselbe gilt für die Kader auch in ihrem zivilen Umfeld. Soll einl_chance_miliz_2016die Schweizer Milizarmee in der Bevölkerung verankert bleiben, darf sich die Führungskultur ihrer Kader nicht von derjenigen der Gesellschaft trennen. Damit wird sich der diesjährige Anlass “CHANCE MILIZ“ vom 5. November im AAL in Luzern beschäftigen.

Als Key note Speakerin wird Frau Monika Walser eine Aussensicht zur Kultur der Führung bieten. Sie ist beim Klingnauer Ledermöbel-Hersteller als CEO angetreten, um diesen zu sanieren. Zuvor war sie an der Spitze des Taschenherstellers Freitag tätig. Auch ihr Studium von Ethik und Leadership an der Universität Zürich qualifiziert sie als Referentin. Basierend auf ihrer Erfahrung wird Sie den Anwesenden den Spiegel vorhalten und deren Ansichten herausfordern.

Im anschliessenden ersten Podium gehen die Referenten der Frage nach, ob die Führungskultur der Armee den Anforderungen von Extremsituationen gerecht wird, auf die sich die Armee auszurichten hat. Der Veranstalter konnte hierzu Oberst Andreas Schiffbänker aus der österreichischen Heeresunteroffiziersakademie gewinnen. Er war 2011/2012 Kommandant des 380 Mann starken österreichischen UNDOF-Bataillons auf dem Golan.

Ergänzt wird das Podium durch Oberst i Gst Stefan Christen. Er war mit dem 24. SWISSCOY-Kontingent im Kosovo. Während seinem Einsatz kam es im Norden des Kosovo zu Schusswechsel zwischen kosovarischen Elite-Einheiten und Sicherheitskräften der serbischen Minderheiten. Er wird einen Vergleich zwischen der Führung „zu Hause“ wie auch im internationalen Rahmen berichten können.

Den Vergleich zwischen der militärischen Führung und derjenigen bei zivilen Einsatzkräften wird Dr. Martin Roth, Oberstlt der Basler Polizei, Stabschef Kapo BS und Stabschef Krisenstab BS, aus eigener Erfahrung ziehen können. Er war unter anderem Einsatzleiter der Basler Polizei während der OSZE Konferenz im Dezember 2014. Zivile und militärische Einsatzkräfte haben eng miteinander gearbeitet, um die Sicherheit der internationalen Konferenzteilnehmer sicherstellen zu können.

Im zweiten Podium gehen neue Referenten den Fragen nach, ob Führung im Alltag und Führung in der Krise zwei grundlegend verschiedene Dinge sind oder nicht, und welche Erwartungen Wirtschaft und Gesellschaft allgemein an die Führungskultur in der Milizarmee haben.

Nebst der Key note Speakerin, Frau Monika Walser, wird auch Prof. Dr. Bruno Staffelbach, neuer Rektor der Universität Luzern, Brigadier a D und ehemaliger Kommandant der Infanterie Brigade 4, seine Sicht der Dinge darlegen. Zudem wird Herr Roger Keller, Regionenleiter und Mitglied erweiterte Geschäftsleitung Neue Aargauer Bank, seine Erfahrung zur Führung in Wirtschaft und Armee einbringen. Seit über 10 Jahren bekleidet er leitende Funktionen bei der Neuen Aargauer Bank. Zudem war der Oberst i Gst von 2013 bis 2015 Kommandant der Fliegerabwehr-Kampfgruppe 1 (Flab K Gr 1). Er weiss also, zeitgleich in Wirtschaft und Armee zu führen und kennt die Erwartungen an Führungspersonen aus beiden Bereichen. Komplettiert wird die Runde durch Br Daniel Keller, Kommandant der Zentralschule und als solcher verantwortlich für die Ausbildung zukünftiger Kommandanten von Einheiten und Truppenkörpern, wie auch angehender Stabsoffiziere.

Zum Schluss wird sich der Chef der Armee, KKdt André Blattmann an die Teilnehmer wenden.

Erkenntnisse und eigene Erfahrungen können Sie untereinander im Anschluss beim Stehlunch teilen, zu welchem die Organisatoren Sie gerne einladen.

Nehmen Sie kostenlos an diesem Anlass vom 5. November 2016 in Luzern teil. Mehr Informationen wie auch die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter www.CHANCE-MILIZ.ch.

Einladung und Anmeldung

Print Friendly, PDF & Email