Der Gst Of

Die Generalstabsoffiziere sind befähigt, als nächste Führungsgehilfen des Kommandanten im Stab eines Grossen Verbandes ihre Funktionen wahrzunehmen.

Sie haben den ausgeprägten Willen, die gesteckten Ziele zu erreichen. Ihr persönliches Vorbild schafft eine hohe Leistungsbereitschaft. Sie können die Stabs- und Führungstechnik der Stufe Grosser Verband sicher anwenden, sind belastbar, gründlich und dank ihrem breiten Fachwissen und Können vielseitig einsetzbar. Sie erarbeiten fundierte Entscheidungsgrundlagen zu Handen des Kommandanten und setzen seine Entschlüsse in Befehle und Weisungen um. Die Generalstabsoffiziere können als Chefs von Arbeitsgruppen, Untergruppen, Teilstäben oder des Gesamtstabes Zielvorgaben und Aufträge ihres Kommandanten umsetzen und ausführen. Sie sind kommunikations- und teamfähig. Diese Anforderungen kennzeichnen sie als Mitglieder einer Elite.

Durch eine Kontingentierung der Anzahl der Anwärter wird eine strikte Selektion bei der Einberufung in die Lehrgänge durchgeführt. In den Lehrgängen der Generalstabsschule werden die Generalstabsoffiziere für ihre Aufgaben ausgebildet. Die Ausbildung soll sie befähigen, den Mitteleinsatz und die Kampfführung der operativen sowie der oberen taktischen Stufe zu planen und zu koordinieren. Die Grundausbildung zum Generalstabsoffizier umfasst drei vierwöchige Ausbildungslehrgänge. Für die Weiterausbildung zum Unterstabschef oder Stabschef sind vor der Funktionsübernahme jeweils dreiwöchige Weiterbildungslehrgänge zu absolvieren.

Grundsätzlich bleiben die Generalstabsoffiziere ab Ende des 2. Lehrganges bis zur Entlassung aus der Wehrpflicht im Korps der Generalstabsoffiziere eingeteilt. Sie leisten Dienst im Stab eines Grossen Verbandes oder im Hauptquartier der Armee. Sie können eventuell während einiger Jahre das Kommando eines Truppenkörpers übernehmen.

Die zeitliche Belastung ist je nach Einteilung und Funktion unterschiedlich. Es muss, neben Generalstabslehrgängen und Beförderungsdiensten, mit jährlichen Diensten von 25 bis 35 Tagen gerechnet werden. Die ausserdienstliche Belastung kann recht intensiv sein.

Quelle: Schweizer Armee 2009

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