Fünf neue Bücher von Gst Of

In den letzten Wochen sind fünf Bücher erschienen, an denen Generalstabsoffiziere und Mitglieder der GGstOf massgeblich mitgearbeitet haben. Wir haben die Herren gebeten, ihre Werke kurz vorzustellen.

Schweizer Rüstung – L’armement suisse
Der erste Band der neu lancierten SERIE ARES: Militärgeschichte – Histoire Militaire
von Dominique Juilland, Div aD, Präsident SVMM

Schweizer_RüstungDie Rüstungsbedürfnisse und -beschaffungen der Schweizer Armee bewegen sich stets in einem Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Technologie. Mediale Aufmerksamkeit und politische Kontroversen waren und sind ihnen somit auch in Zukunft gewiss. Vor diesem Hintergrund führte die Schweizerische Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften (SVMM/ASHSM) eine Tagung zum Thema „Schweizer Rüstung: Politik, Beschaffungen und Industrie im 20. Jahrhundert“ durch, um den neuesten historischen Forschungen in dieser Thematik eine Plattform zu bieten. Das Kondensat dieser Vorträge ist unlängst in einem Sammelband erschienen und beleuchtet dabei schwergewichtig drei Themenkreise „Eigenentwicklungen„, „Diskurse und Akteure“ sowie „Industrie und Wirtschaft„.

Folgende Themen und Waffensysteme werden unter anderen in den einzelnen Aufsätzen behandelt:

  • Die Schweizer Rüstung: Ein besonderer ökonomischer und strategischer Sektor.
  • Vampire und Centurion: Waffenimport und wirtschaftliche Interessen zu Beginn des Kalten Krieges.
  • Von den Schweizer Kampfjetprojekten P-16 und N-20 zur französischen Mirage: Von der gescheiterten Eigenentwicklung zur Lizenzproduktion von Jet-Kampfflugzeugen.
  • Der Kampf um den F/A-18 als Höhepunkt der politischen Attacken auf die Schweizer Armee.
  • Schweizer Panzer 61 und 68: Probleme einer Eigenentwicklung – Rückkehr zur teuren Lizenzproduktion eines ausländischen Produktes: Leopard 2.
  • Eigenentwicklungen von Raketenartillerie in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Dieser Tagungsband zur Schweizer Rüstung ist zugleich der erste Band einer neuen militärgeschichtliche Schriftenreihe, die die SVMM/ASHSM im Verlag hier + jetzt lanciert hat: SERIE ARES: Militärgeschichte – Histoire Militaire. Weitere konkrete Projekte für die nächsten Bände der SERIE ARES sind bereits initialisiert und werden demnächst in loser Folge erscheinen.

Rudolf Jaun und David Rieder (Hg.): Schweizer Rüstung: Politik, Beschaffungen und Industrie im 20. Jahrhundert. L’armement suisse: Politique, acquisitions et productions au XXe siècle. Baden 2013. ISBN 978-3-03919-279-3

hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Postfach, CH-5405 Baden
Bestellungen per Internet: http://www.hierundjetzt.ch
Bestellungen per E-Mail: order@hierundjetzt.ch

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Mut zur Kursänderung – Schweizerische Sicherheitspolitik am Wendepunkt
von Franz Betschon, Oberst i Gst aD, Vize-Präsident Gruppe Giardino

Unter diesem Titel publiziert ein Autorenkollektiv der Gruppe Giardino Überlegungen zu einer Neuausrichtung der schweizerischen Sicherheitspolitik. Das Schwergewicht liegt auf der Armee.

Das Buch enthält nach eigenen Aussagen eine der modernsten und kompaktesten Analysen der gegenwärtigen weltweiten Sicherheitslage. Es zeigt, dass wir uns schon lange wieder in einem Kalten Krieg befinden, der denjenigen des 20. Jahrhunderts an Heftigkeit und Gefährlichkeit übertrifft. Die weltweite Sicherheitslage ist explosiv geworden. Europa und damit die Schweiz, das heisst Westeurasien, drohen zwischen Nordamerika und Osteurasien zerrieben zu werden. Moderne Wehrtechnologien und die Abstinenz einer schweizerischen Antwort darauf haben die Schweiz, vor allem im militärischen Bereich der Sicherheitspolitik, besonders erpressbar gemacht.

Wer die heutige globale Lage kennt und bis in die neunziger Jahre hinein Militärdienst leistete, ist alarmiert über den derzeitigen Zustand der Armee. Nicht einmal das Material ist für alle Truppen einsatzbereit, und in politischen Kreisen und der Armeeführung besteht keine Einigkeit über die sicherheitspolitische Doktrin und Strategie. Es fehlen eine zeitgerechte Situationsanalyse und ein ganzheitliches und modernes sicherheitspolitisches Konzept, das klar formuliert ist und vom ganzen Bundesrat mit allen seinen Departementen getragen wird. Die Folge davon ist ein zielloser Aktionismus und ein zunehmendes Unbehagen in der Bevölkerung“. – Prof. em. Dr. oec. Dres. h.c. Rolf Dubs, Br a D

Ausgehend von den geopolitischen Entwicklungen von 1989 bis heute wird die Entwicklung der schweizerischen Sicherheitspolitik kritisch analysiert, werden die verschiedenen Reformen, denen die Armee unterzogen wurde, beleuchtet und Vorschläge zur Korrektur bzw zu einer Kursänderung vorgeschlagen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Mut- und wehrlose Schweiz?
  • 350 Jahre Militärgeschichte und nichts gelernt?
  • Entwicklungen (Waffenbestände, Technik, Rechtssysteme)
  • Die freiwillige Entwaffnung der Schweizer Armee
  • Aufträge der Armee
  • Die Kehrtwende

Bewusst pointiert formuliert will das Buch aufrütteln und die verantwortlichen Instanzen (Politik, Armeeführung) zu einem Innehalten aufrufen, bevor „es“ zu spät ist.

Weitere Informationen zum BuchFlyer – Bestellung

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Conflits en Zones Urbaines
par Alexandre Vautravers, Lt Col EMG, Head International Relations Faculty, Webster University

Book_ConflitsLa réalité d’aujourd’hui est bien une réalité urbaine : la moitié de l’humanité vit en effet de nos jours en zones urbaines. Cette population urbaine ne va cesser de s’accroître puisqu’en 2030, c’est près de 65% de l’humanité qui vivra en ville. Comme la violence et les rivalités de pouvoirs sont et resteront, aujourd’hui comme demain, consubstantiels à la nature humaine, il a semblé indispensable aux responsables de l’Institut d’Etudes Géopolitiques de Genève, du Département des Relations Internationales de l’Université de Webster, et du Club Participation et Progrès d’organiser conjointement à Genève un colloque international sur le thème des « conflits en zones urbaines ». Ce sont les actes de cette rencontre qui composent cet ouvrage.

Les réflexions développées dans ce livre sont tout à fait centrales à l’heure où les conflits en zone urbaines jouent un rôle de plus en plus important dans les guerres contemporaines. La violence devient par ailleurs de plus en plus visible dans nos cités dites « sensibles », résultant en partie des rivalités entre acteurs contrôlant l’économie souterraine.

Gyula Csurgai, Pierre Pascallon, Alexandre Vautravers (dir.), Conflits en zones urbaines, Le Polémarque, Lancy, 2013, 189 pages. 18 € L’ouvrage peut être commandé à l’adresse suivante: http://www.editions-lepolemarque.com/products/conflits-en-zone-urbaine/

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Counterinsurgency
par Alexandre Vautravers, Lt Col EMG, Head International Relations Faculty, Webster University

Book_CounterinsurgencyThe „Counterinsurgency“ or COIN joint doctrine was developed in the US Armed Forces in an emergency situation: the 2004-2006 occupation of Iraq. The doctrine owes a lot to the historical lessons learned of the French in Algeria, but also draws on the US experiences with Low Intensity Conflict (LIC) since the Vietnam war. This volume, edited from the proceedings of a 2011 conference hosted in Geneva, looks at the historical dimensions of COIN. It also examines the social, political and legal aspects of the doctrine. Several authors also discuss the evolution of this doctrine in Switzerland. One can argue, today, that while the US Army was ill  prepared to fight such types of war in 2000, and had to make considerable changes to adapt to LIC/COIN, today the trend has reversed: and the emerging threat of China and other emerging powers presses for the development – or the return – of more conventional means and doctrines.

Alexandre Vautravers, Matthew Goulding (Ed.), Counterinsurgency, Proceedings of the Security Forum 2011, Webster University, Geneva, 2013, 229 pages. 40 CHF. For orders: vautravers@webster.ch

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Refugees and Armed Conflict
par Alexandre Vautravers, Lt Col EMG, Head International Relations Faculty, Webster University

Book_RefugeesThis volume, assembling the works of over thirty speakers and experts at the International Humanitarian Conference of 2012, reaffirms three important points. Firstly, it examines the development of refugee law, through the evolution of the 1951 Geneva Convention; it shows the links between this body of law and the other pillars of international protection: International Humanitarian Law (IHL) and Human Rights.

Secondly, the authors reaffirm that the main cause of forced displacement is armed conflict, producing more abrupt and higher numbers than governance or political issues. And lastly, it demonstrates how in the past, displacements usually took place before or after the fighting (exodus), but could not take place during the midst of the fighting. Today however, modern conflicts see displacements and terrible humanitarian situations develop in the middle of the battle areas. The number of refugees is amazingly stable, at approximately 10 million; while internally displaced persons represent over 20 million worldwide. Refugees are overwhelmingly hosted in developing countries, and are more of a concern for Southern countries, than they are for the Western developed countries.

Alexandre Vautravers, Daniel Donovan (Ed.), Refugees and Armed Conflicts, Proceedings of the 17th International Humanitarian Conference, Webster University, Geneva, 2013, 233 pages. 40 CHF. For orders: vautravers@webster.ch

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