Gedanken von Bruno Lezzi zur Armee im heutigen Umfeld

Am Ende seiner Tätigkeit bei der Neuen Zürcher Zeitung blickt Dr. Bruno Lezzi auf die Sicherheits- und Militärpolitik der letzten 25 Jahre zurück. Der Titel des Artikels ist bereits Programm: „Die Armee zwischen traditionellen Bindungen und neuen Realitäten„.

Bruno Lezzi (selbst Generalstabsoffizier) ist ganz ohne Zweifel einer der wenigen, sicherheitspolitisch versierten Journalisten in unserem Land. Ein weltweites, dichtes Beziehungsnetz zu höchsten Verantwortungsträgern erlaubt es ihm, die schweizerische Sicherheits- und Militärpolitik stets wieder in einen grösseren Kontext zu stellen.

An verschiedenen Stellen seines Artikels spricht Lezzi auch die Generalstabsoffiziere und deren Ausbildung an. Ein Satz wie der folgende lässt aufhorchen:

Die schweizerische Generalstabsausbildung […] vernachlässigt operatives Denken, das heisst: den kreativen und nicht immer reglementskonformen Einsatz militärischer Verbände nach den Kriterien Kraft, Raum, Zeit und Information„.

Quelle: NZZ Online

Jeder an sicherheitspolitischen Themen interessierte Bürger und NZZ-Leser wird sich die Frage stellen: wer ist wohl der würdige Nachfolger von Bruno Lezzi?

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Ein Kommentar zu Gedanken von Bruno Lezzi zur Armee im heutigen Umfeld

  1. hz. imBoden sagt:

    Warum nicht ein „NEUES“ Armeekonzept ohne Kampfjets?
    Gedanken eines ehemaligen Kp7 Fl-Soldaten zur CH-Luftwaffe.
    Das waren noch Zeiten als Vampire- Venom- Hunter- sowie Mirage- und FA18 Jets am CH-Himmel kreisten und die Unterhalts- und die Infrastrukturen vollumfänglich funktionierten und auch das Gesamt-konzept der Armee noch in Takt waren!
    Da aber die Kampfjets eines Tages das gleiche Schicksal erleben werden wie die Kavallerie, sollte man aus sentimentalen sowie romantischen und traditionellen Gründen keine Milliarden mehr in der Luft verbrennen – das Geld lieber in die Zukunft investieren – und nicht in die Romantik der Vergangenheit. Die Armee ist heute in ihrer Hauptfähigkeit auf einen klassischen Kriegsfall ausgerichtet und es soll auch mit der neuen Armeereform vermehrt die Möglichkeit geschaffen werden, eben auch auf neuartige Herausforderungen hinsichtlich der Sicherheit angemessen reagieren zu können. Speziell in unserer Topografie mit den überbauten Agglomerationsgebieten und mit zurzeit eher vorstellbaren, neuartigen Bedrohungslagen, ist die Aufstellung von kleinen top ausgebildeten, modern ausgerüsteten sowie schnell verfügbaren Truppenverbänden effizient und auch viel zielführender. Darum sind im Moment keine neuen Kampfjets zu kaufen ein richtiger Entscheid! Ob es nach 2020 für die „Luftpolizei oder einen Luftkampf“ noch neue Kampfjets braucht, bleibt aber sicher eine offene Frage?
    Was es aber braucht ist ein starkes Abwehrkonzept mit mobilen und festen Raketen-Anlagen. Zweckmässige Standort- Basen mit Transport- und KOBRA- Kampf-Helikoptern!
    Die Sicherstellung der Luft- und Boden Unterstützung mit Kampf-helikoptern kann bei den meisten möglichen Gefechtssituationen in einem Konfliktfall bei uns mit meist hügeligen Topographie und Gebirge eine interessante und gute Variante sein. Warum in der mittelfristigen Rüstungsplanung keine bewaffneten Helikopter vorgesehen sind, ist m.E. aus heutiger Sicht ein Fehlentscheid. Moderne Kriege werden heute auch mit Drohnen und Raketen geführt. Darum braucht es eine
    gut ausgebildete und zweckmässig ausgerüstete Miliz-Truppe für die Verteidigung der neutralen Schweiz mit Waffen!

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