Gespräch mit dem Chef der Armee

Am 22. November hatte der Präsident der GGstOf, begleitet durch Oberst i Gst Bruno Basler, Gelegenheit, ein längeres Gespräch mit dem Chef der Armee, KKdt André Blattmann und dem Kdt HKA, Div Marco Cantieni, zu führen.

Um es vorweg zu nehmen: es war eine äusserst positive und angeregte Diskussion. Dabei hat sich das Gespräch nicht darauf beschränkt, einen allgemeinen Gedankenaustausch zu pflegen, sondern es ging darum, gemeinsam Meilensteine für die Weiterarbeit festzulegen. Im Vordergrund stand die Schrift der GGstOf „Die Zukunft der Miliz im Korps der Generalstabsoffiziere„.

Der CdA hat von Anbeginn klar gemacht, dass er die Schrift als „wertvoll, ehrlich und nachvollziehbar“ erachte. Gezielt ist man in der Diskussion die verschiedenen Empfehlungen durchgegangen. Hier das Resultat in Kürze:

  • Der CdA hat seine direktunterstellten Kdt angehalten, künftig mindestens 50% „echte Milizler“ (selbständig Erwerbende und in der Privatindustrie Tätige) als Anwärter für die Generalstabsausbildung zu melden.
  • Der CdA ist damit einverstanden, dass Vertreter der GGstOf im Projekt „EDELWEISS“ mitarbeiten. Projektleiter ist der Kdt HKA. Schwergewicht dieses Projektes ist die zukünftige Ausrichtung der GLG IV/V.
  • Der CdA würde es begrüssen, wenn die GGstOf einen Vertreter in den Beirat der Armeeplanung (Chef: Brigadier Hans-Peter Walser) delegieren könnte, um bei der Weiterentwicklung der Armee mitzuarbeiten.
  • Im ersten Quartal 2011 soll ein erstes Gespräch mit dem neuen Personalchef der Armee (J1/FST A), brigadier Jean-Paul Théler, eingeplant werden.
  • Der CdA hat sich damit einverstanden erklärt, das nächste HSO-Seminar im Juni 2011 dem Thema „Personelles“ zu widmen. Die GGstOf wird einbezogen werden.
  • Beim nächsten Selektionsprozess Stufe Armee („Erweiterte Militärische Eignungsprüfung“) soll die GGstOf einen Beobachter stellen, um sich ein Bild vom heutigen Selektionsverfahren für angehende Gst Of zu machen.
  • Der CdA würde es begrüssen, wenn die GGstOf noch mehr in den Printmedien präsent sein könnte, um das konzentrierte Know-how der GGstOf zur Verfügung zu stellen.

Fazit

Die Türe des CdA steht für unsere Anliegen offen. Das ist ein voller Erfolg! Jetzt liegt es an uns, etwas daraus zu machen.

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4 Kommentare zu Gespräch mit dem Chef der Armee

  1. Lt col EMG Bridel sagt:

    Bravo pour ce succès encourageant et pour le follow up, mais le pourcentage d’of de milice me paraît insuffisant.
    Frank Bridel

  2. Heinz Häsler sagt:

    Positiv zu bewerten ist, dass die Armeeführung der Miliz im Korps der Gst Of die Bedeutung zukommen lässt, die sie verdient.
    Damit ist jedoch noch nichts in Sachen künftige Gestaltung der Milizarmee erreicht. Hier hat die GGst klar Stellung zu beziehen. Es darf nicht sein, dass unsere Armeee ausschliesslich aufgrund der gesprochenen Finanzen zusammengheschustert wird.
    Die politischen Instanzen (NR und SR) haben zu erklären, was für Aufträge die Milizarmee zu erfüllen hat. Daraufhin hat sie die nötigen Mittel zu bewilligen.
    Wenn die Finanzen weiterhin gekürzt würden, müssten zwangsläufig die Aufträge reduziert werden, was über kurz oder lang zum Untergang der Milizarmee führen müsste

  3. Felix Hunziker, Oberst i Gst aD sagt:

    Für mich ist das Ergebnis dieses Gesprächs nicht überraschend. Einerseits ist die Analyse in der Schrift „Miliz-Gst Of“ sehr umfassend und auch gut geschrieben, und andererseits sind dem CdA solche Inputs sicher immer willkommen. Wichtig ist nun der Schneeball-Effekt mit Treffern in der Wirtschaft, ihren Verbänden und im Parlament. Ein lohnendes Nebenziel wäre sicher auch die Dotierung der grossen Redaktionen mit Defence correspondents, seien es echte Arbeitsstellen oder im externen, milizmässigen Expertenstatus.

  4. Frank Jansen sagt:

    Gratulation zu Ihrer erfolgreichen Lobby-Arbeit!

    Als „nicht – Gst Of“ bin ich auf Ihr Netzwerk, zugegebner Massen doch etwas neidisch.

    Es wäre für die in den Stäben Gs Vb engagiert wirkenden Offiziere auch nötig, eine eigene Lobby aufzubauen um die spezifischen Interessen dieser Offiziere bis auf Stufe Armeeführung zu vertreten.

    Sind es doch mindestens genau so viele engagierte „nicht – Gst Of“, welche dem jeweiligen Kommandanten mit akribisch erarbeiteten Entscheidungsgrundlagen zuarbeiten.

    MkG
    F. Jansen

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