Lesenswert nicht nur für Generalstabsoffiziere

Bild Buch Holenstein_Dezember 2015

200 Jahre bewegte Geschichte der Artillerie in der Schweizer Armee. Niedergeschrieben von Stefan Holenstein. Geschildert anhand von 21 Persönlichkeiten von der Mediation bis zur „Armee ’95“

Die Artillerie gilt als Königin der Waffengattungen. Sie steht für eine grosse Tradition und spielte in der Kriegsgeschichte stets eine entscheidende Rolle. Dennoch erstaunt es, dass es in der breit gefächerten Literatur zur Schweizer Armee fast keine Werke gibt, die eine zusammenhängende, 200-jährige Geschichte der Artillerie der Schweiz zum Gegenstand haben.

Das vorliegende Werk von Dr. Stefan Holenstein – Die Oberstartillerieinspektoren sowie die eidgenössischen Inspektoren und Waffenchefs der Artillerie (1804 – 1995) – schliesst exakt diese Lücke und stellt die Entstehung, das Wesen sowie die Entwicklung der Schweizer Artillerie, ihren Abstieg mit eingeschlossen, in einem übergeordneten Gesamt-rahmen dar. Die geschichtliche Klammer hierfür bilden die Oberstartillerieinspektoren, eidgenössischen Inspektoren und Waffenchefs von 1804 bis 1995.

Es handelt sich vielfach um Aristokraten, Akademiker und Feldherren, angefangen bei Oberst Rudolf von Luternau (1769 – 1849), über den späteren General Hans Herzog (1819 – 1894) bis zu Divisionär Jean-Jules Couchepin (geb. 1939). Die in dieser Zeitspanne agierenden 21 Persönlichkeiten werden biografisch erfasst sowie in den militär- und artilleriehistorischen Zusammenhang ihrer Zeit gestellt. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Persönlichkeiten je nach der Ära ihres Wirkens über unterschiedliche Kompetenzen und Wirkungsmöglichkeiten verfügten. Die jeweiligen politischen Umstände und finanziellen Machbarkeiten trugen das Ihrige zum Erfolg oder Misserfolg der damaligen artilleristischen Entwicklung bei.

Das vorliegende Buch mit seinen vier Kapiteln, die eine zeitliche Epoche von jeweils rund fünzig Jahren abdecken, versteht sich als eigentlicher Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Schweizer Artillerie im 19. und 20. Jahrhundert – von ihrer Grundlegung in der Mediation 1804 bis zu dem durch das Reformprojekt «Armee 95» eingeleiteten Niedergang 1995.

Das Buch – (es erscheint bereits in 2. Auflage) – ist indes keine Chronik. Es will vielmehr die stolze und traditionsreiche Waffengattung Artillerie in einen geschichtlich lebendigen, dank der beschriebenen Persönlichkeiten mithin spannenden Kontext stellen.

Erhältlich ab 2. Dezember 2015 für CHF 45.— in jedem gut sortierten Buchhandel oder direkt bei:

Verlag Merker im Effingerhof, 5600 Lenzburg oder unter: verlag.merker@bluewin.ch

Abbildung oben: Artillerie, circa 1850, Zeichnung Elie Wolf, Lithografie Georg Wolf (Bruder von Elie), nach einem Original der Bibliothek am Guisanplatz mit deren freundlicher Genehmigung.

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Über Peter Stephani

Chef Kommunikation GGstOf
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