NZZ: Die Armee unter der Lupe

Welche Leistungen soll die Armee künftig erbringen? Welche personellen und materiellen Abbaumassnahmen sind zumutbar? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Zukunft der Armee kann nicht im stillen Kämmerlein geplant werden. Ein offener Diskurs ist notwendig, aus dem ein tragfähiger sicherheitspolitischer Konsens resultieren sollte. Nur wenn breite Bevölkerungskreise anerkennen, dass die Schweiz weiterhin über eine kompetent ausgebildete und zeitgemäss ausgerüstete Armee verfügt, bleibt die Institution glaubwürdig.

In den publizierten Meinungen äussern sich vier Kenner der Materie zur angedachten Armeereform. An Kritik mangelt es nicht.

Gastkommentare zur Armeereform (u.a. von der GGstOf)

Und was ist Ihre Meinung zur Armeereform?

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Eine Antwort auf NZZ: Die Armee unter der Lupe

  1. Christoph Grossmann sagt:

    Kommentare zur „Armeereform“ sind nicht möglich. MvO hat zu Recht festgestellt, dass die Botschaft zur MG Revision ja noch gar nicht vorliegt. In die Litanei von Kritikern einzustimmen macht nach vielen Jahren desolater Bundespolitik kann keinen Weckruf mehr abgeben. Gesucht ist ein nationaler, sicherheitspolitischer Konsens. Ob in üblicher Überschätzung aktueller Gefahren allerdings die traditionell Konditionierten die richtigen Hinweise geben, mag man in einem Jahr weiterer unnützer Militärabstimmungen gar nicht zu fragen. Fakt ist, dass die allgemeine Wehrpflicht sich für den Erhalt des freiheitlichen, bürgerzentrierten Staatssystems rechtfertigt (Gewaltentrennung, direktdemokratischer Einfluss, Freiheit, Eigentumsgarantie, Leben und Gesundheit), der Milizgrundsatz allein das richtige Konzept ist für Aufgaben mit so hohem Trauma-Risiko Eine Armee aber, welche weder moderne Technologie beherrscht, noch auf operativer oder strategischer Stufe Führungsfähigkeiten hat, dafür umso breitwilliger Gemeinden, Kantone, Randregionen und Anlässe kostenlos bedient, ist ein populistischer Verwaltungsappendix, der nachvollziehbar unter Druck gerät. Von einer Mehrheit wird Gewalt strategischen Ausmasses mit Auswirkung auf die Schweiz als im Vergleich zum Kalten Krieg massgeblich reduziert wahrgenommen. Wer sein Risikomanagement auf wahrscheinliche Fälle ausrichtet, hat doppelt verloren: Weder bewältigt er mit normalen Mitteln den Alltag, noch ist er gerüstet für das Ausserordentliche. Doktrin ist Kooperation und langfristige Koexistenz, nicht Unterwerfung oder Vernichtung, der Abnahme der Militärbudgets steht eine Zunahme der Staatsausgaben gegenüber, inklusive Lehrpersonen sind heute in der Schweiz über 450’000 Personen vom Staat angestellt, teilweise in nahem und alltäglichem Behördenkontakt mit den Blaulichtorganisationen. In an sich gewohnt wortloser Art setzt der Bundesrat hartnäckig sein Bauchgefühl in Budgetkürzungen um. Es ist in der Tat an der Zeit, die Situation zu klären und eine Strategie zu formulieren. Im Parlament haben das erste Politiker erkannt und sparen nicht mit Kritik an ihrer Partei und an Altvorderen. Sie sollten ermuntert werden, den Konsens zu erarbeiten. Zumal die Verwaltung verlernt hat, vife Vorschläge zusammenzustellen. Diese Situation ist für eine bildungsstarke und innovative Schweiz, aber auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht beschämend.

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