Resultate der Umfrage 2012

Nachdem im letzten Winter wiederum eine Umfrage unter den Mitgliedern der GGstOf durchgeführt wurde, sollen die wesentlichen Erkenntnisse veröffentlicht werden. Zudem hat der Präsident der GGstOf in seinen persönlichen Gesprächen mit den Stabschefs der Grossen Verbände und Chefs von Armeestabsteilen Teilaspekte erneut aufgegriffen und verifiziert. Eine detailliertere Berichterstattung zu den durchgeführten Gesprächen wird folgen.

Die Ergebnisse 2012 haben die Erkenntnisse aus dem Jahr 2010 mehrheitlich bestätigt. Für Gst Of aus der Privatwirtschaft ist die Gst Ausb weiterhin als Ergänzung zu verstehen. Für Berufsoffiziere ist sie karriereentscheidend. Auch die Gründe, welche gegen eine Weiterbildung sprechen, bestätigten die bereits früher gewonnene Erkenntnis: Es fehlt eine verlässliche Sicherheitspolitik und an Unterstützung und Anerkennung durch die Politiker.

Der Kontakt zur Wirtschaft wird unterschiedlich ausgeprägt wahrgenommen. Die Initiative geht dabei meist vom Kommandanten aus.

Bei der Personalentwicklung scheint aus Sicht von Kdt/SC vieles gut zu laufen. Ein etwas differenzierteres Bild wurde allerdings bei den Einzelgesprächen gewonnen. Auf der anderen Seite beurteilen die Stabsoffiziere den Qualifikationsprozess nur gerade neutral.

Die Miliz will gefordert werden und verlangt anspruchsvolle Projekte, wo die eigenen Fähigkeiten noch stärker zum Tragen kommen. Die Verbesserungsvorschläge für die Stabsarbeit sind vielfältig und konkret. Hier wird nach einer Laufbahnperspektive, besserer Koordination, mehr Transparenz oder grösserer Mitbestimmung beim Verbesserungsprozess gerufen.

76% der Gst Of beurteilen ihre derzeitige Verwendung als „ideal“ oder „zweckmässig“. Eine eigentliche Karriereplanung ist dagegen seltener anzutreffen. Ein Viertel der Befragten kennt die nächsten Schritte nicht, was ggü. 2010 ein Zuwachs von über 5-Prozentpunkten bedeutet. 40% wissen immerhin, was bis und mit 2014 für sie vorgesehen ist.

Eine militärische Weiterbildung kommt bis zum GLG IV für eine Mehrheit in Frage. Ab dem GLG IV nimmt die Bereitschaft (v.a. bei Berufsoffizieren) deutlich ab. Milizoffiziere können sich mehrheitlich selbst nach einem GLG V noch eine militärische Weiterbildung vorstellen. Je längerfristig die Planung, desto grösser die Bereitschaft eine militärische Weiterbildung zu absolvieren. Bei Stabsoffizieren (ohne Kdt-Funktion) nimmt die Bereitschaft deutlich ab.

Bei den aktuellen Problemfeldern öffnet sich ein weites Feld. Angesprochen werden die Gegensätze zwischen BO und Miliz, der (ausserdienstliche) Aufwand, Ausbildungsfragen, Probleme mit der Verwaltung, ständige Veränderungen, u.v.m.

90% der Arbeitgeber beurteilen das Engagement des Gst Of in der Armee positiv oder zumindest neutral. Kritischer ist die Beurteilung bei Miliz Gst Of. Selbst die Kunden der Gst Of aus der Privatwirtschaft stehen zu fast 90% positiv oder neutral hinter dem Armee-Engagement.

Gefreut hat uns die Beurteilung der Aktivitäten der GGstOf. Selbst die modernen Mittel Blog oder Online-Plattform erreichen in der Altersklasse 65+ sehr gute Ergebnisse. Verbesserungspotenzial gibt es bei den Benefits und den Miliz-Aktivitäten. Alle anderen Punkte schneiden z.T. sehr gut ab. Herzlichen Dank!

Mit diesen Resultaten können wir nun ein paar unserer Empfehlungen beurteilen:

Vergleichen Sie dazu auch den ersten Zwischenbericht von September 2011.

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Armee, GGstOf, Gst Of, Laufbahn, Miliz, Netzwerk, Vorstand abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Resultate der Umfrage 2012

  1. Heinz Häsler sagt:

    Kennen der Chef VBS und der CdA diese Auswertung? Wenn nein, müsste man sie ihnen unverzüglich und direkt zukommen lassen

  2. Auer P.-M. sagt:

    Félicitations pour le résultat du questionnaire 2012 cher Markus. Amicalement. Pim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.