Resultate der Umfrage, Teil Kommentare

Neben einigen Worten des Dankes für die Durchführung dieser Umfrage, wurden auch andere Kommentare abgegeben. Einige sind auch als Auftrag an die GGstOf aufzufassen. Wer sich für die Ausarbeitung einer dieser Fragestellungen interessiert, melde sich bitte beim Vorstand.

Hier eine Zusammenstellung der Kommentare:

  • Die Generalstabsoffiziere haben gegenüber der Schweiz und der Armee die moralische und intellektuelle Pflicht, das Ansehen der Armee in der Bevölkerung zu mehren und hochzuhalten. Auf die politische und die Armeeführung ist zu wenig Verlass. Die Milizgeneralstabsoffiziere sind hier gefordert. Den Berufsoffizieren ist ohnehin und seit eh und je ein „Maulkorb“ umgehängt.
  • „Die Politik ist dafür verantwortlich, welche Stellung die Armee hat. Die bürgerlichen Parteien müssen wieder zusammenarbeiten und aufhören sich zu bekriegen. Für die Schweiz ist die politische Stabliltät von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung. Wer das nicht erkennt, hat keinen Bezug zur politischen Realität.“
  • „Durch das heutige Express-Ausbildungssystem fehlt den Sub Of und später den Kp Kdt einiges an Erfahrung. Dieser Mangel wird sich bald im Gst Korps bemerkbar machen. Unter diesem Aspekt müsste mittelfristig die Ausbildung und die Karriereplanung eines Gst Of einmal beleuchtet werden.“
  • „Es wird zusehends schwierig die Kaderfrage der Armee zu lösen. Das gilt für alle Stufen. Oft sind es auch nicht mehr die „alten“ Schweizer und schon gar nicht mehr die führenden Schichten, die bereit und begeistert sind, Dienst zu tun. Oft sind Secondos zu einer Militärkarriere bereit, weil für sie dies der Inbegriff des „Schweizer sein“ ist. Das haben sie so gehört. Aber es gibt keine Kongruenz mehr zwischen Wirtschafts- und Militärführung. Entsprechend haben auch die Netzwerkmöglichkeiten und Vorteile der Offiziere abgenommen.“
  • „Gst Of die sich nicht bewähren, sollten den Zusatz „i Gst“ wieder abgeben. Auf die charakterlichen Eigenschaften muss mehr Beachtung gegeben werden. Ein Gst Of ist primär ein „akribischer Schaffer – Schattenmensch“ und nicht ein „Blender“.“
  • „Viele (potenzielle) Gst Of haben ein elitäres Denken und möchten gerne einer Elite angehören. Sie sind solange dabei, wie sie sicher und überzeugt sind, dass die Armee und insbesondere das Gst Korps eine Elite ist. Wenn diese Überzeugung schwindet, dann ist keine Bereitschaft für überdurchschnittliches Engagement mehr da. Deshalb muss alles dafür getan werden, dass die Gst-Ausbildung und der Gst Of wahrhaftig als „elitär“ bezeichnet werden können.“
  • „Wir sollten zurück zu den alten Werten. Damit meine ich nicht die Armee 61, sondern wir sollten uns auf unsere Stärken als Milizarmee besinnen. Weniger ausgeklügelte Prozesse – welche letztlich an Vakanzen irgendwo im VBS scheitern – zurück zu einfachen, klaren Abläufen, die dafür funktionieren. Weg vom über die Schweizerarmee gestülpten angelsächsischen Berufsarmeemodell, zurück zum bewährten CH Karriere Modell (RS – UOS – OS) Wir sind und bleiben eine Ausbildungsarmee. Unseren jungen Offizieren fehlt der „Platoon Sergant“ und die Zeit einer Berufarmee, um das Verpasste aus RS und UOS nachzuholen.“

Wir bedanken uns bei allen Kameraden, die an der Umfrage teilgenommen haben!

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