Vereinsversammlung 2011: Kein Beitritt der GGstOf zur SOG

Die Vereinsversammlung der GGstOf hat ein deutliches Zeichen gesetzt: Die GGstOf soll weiterhin unabhängig bleiben und keine „Fach-Sektion“ der SOG werden. Die Ablehnung des Beitritts war nahezu einstimmig und somit deutlich.

Anlässlich des jährlichen Alumni-Anlasses der Generalstabsschule („KORPSGEIST“) hat wiederum die Vereinsversammlung der GGstOf getagt. Gegen 90 Mitglieder folgten der Einladung.

Erweiterung des Vorstands
Die Standard-Traktanden (Protokoll, Jahresbericht und Rechnung) waren im Nu erledigt und auch die Zu-Wahlen in den Vorstand gaben zu keinerlei Diskussion Anlass. Der Vorstand wurde um drei Mitglieder ergänzt: Oberst i Gst Germaine Seewer, Lt col EMG Laurent Ducrest sowie Maj i Gst Markus M. Müller.

Keine Annäherung an die SOG
Das nächste Traktandum „SOG“ gab nach den Ausführungen des Vorstands Anlass zu verschiedenen Voten – sowohl zugunsten als auch gegen einen Beitritt der GGstOf zur SOG. Die Vereinsversammlung folgte dem Antrag des Vorstands für eine „partielle Zusammenarbeit“ mit der SOG nicht. Sie beliess alles beim Alten. Gleichzeitig ermächtigte die Versammlung den Vorstand, aktiver in militärpolitischen Fragen nach aussen aufzutreten. Damit erhält der Vorstand die grösst mögliche Handlungsfreiheit. Der Vorstand dankt der Versammlung für das in ihn gesetzte Vertrauen und bittet gleichzeitig die Mitglieder zur aktiven Mitarbeit.

Der Ausblick auf die Aktivitäten 2011 und einige Ausführungen des Präsidenten zum Thema „Lobbying“ bzw. zu den bevorstehenden Parlamentswahlen im Herbst 2011 beendeten die Versammlung.

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4 Antworten auf Vereinsversammlung 2011: Kein Beitritt der GGstOf zur SOG

  1. Betschon sagt:

    Ich hoffe nicht, dass mir diesem Beschluss kundgetan wird, dass die GGstOf gleich untätig bleiben will wie die SOG, wenn es um die praktische Auseinandersetzung mit dem Malaise unserer Milizarmee geht . Nur Deklarationen allein gelten nicht!

    Oberst i Gst aD Franz Betschon

  2. Willy Hartmann sagt:

    Einmal mehr stelle ich mit Bedauern fest, dass man in der Gesellschaft der Gstof das interne Eigenleben pflegt, um nich zu sagen zelebriert (ich verweise auf meinen Brief an den Präsidenten vom 3.2.11)
    In der heutigen Situation wäre eine Zusammenarbeit mit der SOG mit dem Ziel gemeinsam etwas zur Rettung unserer Armee (eine Armee, die auch diesen Namen verdient) von höchster Dringlichkeit. Ich habe überhaupt kein Verständnis für persönliche Empfindlichkeiten – und nur um solche kann es sich bei der Ablehnung handeln.
    Die Armeegegner freuen sich, wenn alle Kraft durch Zerspitterung der Gegenseite verloren geht.

  3. Heinrich Heer sagt:

    Besten Dank für den ausgezeichnet durchgeführten Anlass.

    Offenes Zuhören gab mir Einblick in den heutigen Zustand der Armee (Referat des CdA bis Beginn Generalversammlung).

    Offenbar besteht noch keine Klarheit der geforderten Wirksamkeit.
    (Bestandes- und Kostendach sind keine sicherheitspolitischen Ziele)

    Es wäre schön, wenn . . .
    – zuerst gedacht würde (Lage, Absicht, . . . .) bis Klarheit herrscht.
    – dann das Entwickelte erst nach erfolgreichem Test
    – unter Einhalten des Rhythmus der schweizerischen Milizarmee umgesetzt würde.

    Oberst Gst aD Heinrich Heer

  4. Alfred Ramseyer sagt:

    Ich bedaure diesen Entscheid. Dem Grundsatz „Konzentration der Kräfte“ wurde hier nicht nachgelebt. Es kommt mir vor wie in der Politik: Wenn sich die bürgerlichen Parteien nicht auf eine gemeinsame Marschrichtung – oder bei Wahlen nicht auf einen Einheitskandidaten – einigen können, lacht eben meistens die Linke !
    In diesem Fall sind es die Armeeabschaffer und damit auch die SP.

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