Weiterentwicklung der Armee (WEA) – Stellungnahme der GGstOf

Bekanntlich wurde im letzten Sommer eine breit angelegte Vernehmlassung zum Erläuternden Bericht zur Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee (Umsetzung des Armeeberichts 2010), vom 26. Juni 2013  gestartet. Schluss der Vernehmlassungsfrist ist der 17. Oktober 2013.

Die GGstOf hat sich ebenfalls geäussert und vier Dokumente verfasst: einen eigentlichen Bericht (8 Seiten) mit drei Beilagen (Kurzfassung, Einzelaspekte, erste Erkenntnisse aus der Online-Umfrage bei unseren Mitgliedern).

Ein Wort zur Online-Umfrage: Um es vorweg zu nehmen: Über alles betrachtet ist der Grundtenor der zahlreichen Feedbacks durch Skepsis charakterisiert. Zur Illustration der vielfältigen Meinungen, hier eine Auswahl der vielschichtigen Meinungsäusserungen (total 11 Seiten):

„Die WEA bietet die Chance negative Erfahrungen mit den vorhergegangenen Reformen zu korrigieren.“

„Aus Loyalität zu einer einmal eingegangenen Verpflichtung gegenüber Staat und Gesellschaft leiste ich weiterhin meinen Dienst als Milizoffizier; als Berufsoffizier habe ich den Dienst quittiert. Wenn die Armee mich wirklich braucht, bin ich zur Stelle; in der gegenwärtigen Armee (und der zukünftigen nach der argen Verschlimmbesserung WEA) hingegen ist es für alle Beteiligten besser, wenn ich mich zurückhalte.“

„Die Hoffnung bleibt, dass die politische Führung wieder Vernunft annimmt und die Generalität, gegenwärtig überwiegend aus egozentrischen Karrieristen besehend, es wieder wagt, die Wahrheit zu sagen.“

„Kompetenzerhalt ist nicht genug: es muss konkret trainiert werden.“

„Actuellement, la situation est tellement peu claire, qu’il est impossible de se faire une idée de la future structure de notre armée.“

„Es ist immer dasselbe: „Im Zentrum steht die Reduktion der…“ Wirklich? Im Zentrum stehen doch die aktuellen und künftigen Sicherheitsbedürfnisse der Schweiz. Schritt zwei: was braucht es dazu? etc. etc. Ganz normale Strategieentwicklung wie sie in jedem Unternehmen abläuft; immer wieder werden in der Diskussion um die Armee die Schritte in verkehrter Reihenfolge diskutiert.“

„La compétence en matière de défense me paraît insuffisante, tout particulièrement au niveau des moyens.“

„Die Ausrichtung ist richtig. Wir können uns nicht nur auf die Verteidugung ausrichten. Die Armee unterliegt auch den ökonomischen Grundsätzen und soll auch für wahrscheinliche Einsätze gebraucht werden.“

„Die Änderung des MG bietet sehr viele Möglichkeiten für die Armeegegner…“

„Wer die Truppe besucht, stellt vorallem bei den Stufen Sdt,Uof und Sub Of eine hohe Motivation fest. Es gelingt leider nicht, die höheren Kader umfassend zu gewinnen. Die untere Stufe lebt eben meist von Ausrüstung, guten und motivierenden Vorgesetzten (Uof und Sub Of, Kp Kdt) während die oberen Kader nach einer Strategie verlangen. Diese ist leider zur Zeit nicht oder kaum erkennbar. Da muss die Armeeführung unabdingbar einsetzen und es reicht eben nicht, sich nur auf den Sicherheitsbericht 2010 zu berufen. In diesem Bereich muss die Armeeführung einsetzen und anstelle von Sicherheitsberichten wieder mit Leitbilder arbeiten, die viel flexibler auf die rasche Entwicklung im strategischen Umfeld reagieren können. Diese Leitbilder dürfen jedoch nicht nur in Bern (BR, Parlament und Medien) verbleiben, sondern müssen ebenso an die höheren Kader (ab Stufe Bat Kdt) verteilt werden, mit der Auflage darüber die Truppe zu informieren.“

„Solange das Primat der Politik sektiererisch praktiziert wird, gibt es in unserem Land keine glaubwürdige Sicherheitspolitik resp. Armee mehr.“

„Mit der Neuausrichtung auf die Unterstützung ziviler Kräfte arbeitet man gegen die Wehrpflicht. Es ist verboten, Menschen für Zwangsarbeit zu verpflichten. Nur die Landesverteidigung rechtfertigt dies. Die Neuausrichtung ist gerade vor der sich verschlechternden Lage in Europa und der Welt eine Katastrophe! Wir müssten schon lange wieder Aufrüsten, die Lücken schliessen und die Kampfkraft der Armee erhöhen.“

„Es leuchtet kaum ein, dass bei einer viel kleineren Armee eine Kopfstruktur geschaffen werden soll, die mehr Generäle umfasst als die Führungssturkur in der Armee 61.“

„Es gilt ‐ wie für jeden Soldaten ‐ die Entscheide der Führung mitzutragen.“

„Eine autonome Vtg der Schweiz ist nicht mehr möglich, schon gar nicht in der Luft. Der Verteidigungsauftrag kann NICHT erfüllt werden.“

„Es ist darauf zu achten, dass die Armee nicht (wieder) eine Territorialarmee wird. Das heisst, es kann nicht sein, dass z.B. die Infanterie zur Unterstützungstruppe für die Territorialregionen wird und damit von der Kampftruppe zum paramilitärischen Verband mutiert.“

„Poco chiaro. L’esercito perde sempre più d’importanza.“

„Das Vorgehen, dass zuerst die Rahmenbedingungen abgesteckt werden und dann die Armee danach geplant wird, ist zwar verständlich, aber falsch. Die Armee sollte grundsätzlich anhand der Bedrohungslage geplant werden können.“

„Ablehnen macht wenig Sinn, WEA findet dann ohne unsere Meinung statt.“

„Die Kernproblematik der WEA besteht aus dem unklaren politischen Commitment zur Landesverteidigung und deren Zukunft sowie aus der Tatsache, dass Parteiinteressen über die Landesinteressen gestellt werden. Damit ist jegliche, noch so seriöse militärische Planungsarbeit von vornherein in Frage gestellt.“

„Die Armee verhält/agiert sich zur Zeit zu fest in Richtung eines (pseudo) marktwirtschaftlichen Unternehmen. Die Strategie der Schweizer Armee ist als Unternehensstrategie formuliert!“

„Wehrgerechtigkeit und Limitierung der Streitkräfte auf 100’000 AdA Sollbestand ist ein Widerspruch in sich; Wer mehr kann, kann auch weniger ‐‐> Alle Kräfte auf die Abwehr des mil Ag auszurichten; Abkehr von einem Minimalbudget, denn so zeigen wir auf, dass eine 5 Mrd Armee machbar sei (ohne Betrachtung der volkswirtschaftlichen Kosten).“

„Il n’existe pas de vision sérieuse relative à la sécurité justifiant le DEVA.“

„Il faut rester réalistes, le combat actuel pour une armée de 100’000 et 5 Mia est celui que nous devons gagner. Plus que cela n’est pas/plus réaliste.“

„Der Verfassungsauftrag wird eklatant verletzt. Die Armee ist keine Polizei. Ein bewaffneter Armeeeinsatz im Inneren zur Aufrechterhaltung der Ordnung und unter einer zivilen Einsatzführung ist für einen Demokraten undenkbar. Die Armee soll nur in einer völkerrechtlich als Kriegssituation definierten Rechtslage zur Verteidigung der Freiheit und der Aufrechterhaltung der geltenden demokratischen Staatsordnung eingesetzt werden.“

„Toute transformation suscite des craintes de des opositions. Se bloquer n’est pas une solution constructive. L’armée actuelle peut être améliorée. Le DEVA est une chance, saisissons la.“

„Denn die endgültige Weichenstellung für eine Kaderkarriere (inkl. Gst Of) kann heute nicht mehr zwischen 20 und 24 Jahren getroffen werden, denn unsere besten Leute haben in diesem Alter ganz andere Möglichkeiten als Militärdienst. Kaderleute müssen anderseits mit 30 ‐ 40 Jahren nachrekrutiert werden können, wenn sie im Krisenfall für die Führung des Landes eingesetzt werden müssen.“

„In verschiedenen Uebungen der letzte Jahre wurde aufgezeigt, welche Lücken die heutige Armee heute hat. Leider werden die Empfehlungen aus diesen Uebungen nur halbherzig oder gar nicht umgesetzt. Es macht sogar den Eindruck, dass verschiedene Schlüsselfunktionen sich gar nicht verbessern wollen, weil die Leistung im Alltag ja erbracht wird und damit die Ableitung entsteht, dass sie auch in einer Krise oder einer ao Lage erbracht werden wollen.

„Ich sehe nicht, was hier „weiterentwickelt“ werden soll. Die WEA ist eine Farce. Die Armee wird massiv geschwächt. Dies ist eine „Schönwetterarmee“ (Kopfstruktur). Eine Doktrin (z.B. Dissuasion) ist nicht erkennbar. Mit den 2 Wochen WK wird die Miliz zu Grabe getragen.“

„Ich glaube nicht recht, dass die bekannten Mängel mit dem neuen Modell behoben werden können. Was die Grösse betrifft, sie ist es für mich halt wie eine stille Abschaffung des Milizprinzips.“

„Le CR en 2 semaines seront une catastrophe!!!! La qualité de l’instruction va baisser drastiquement. Il est illusoire de croire qu’on pourra maintenir un niveau d’instruction correcte, ainsi que de s’entraîner en formation avec uniquement 2 semaines d’instruction.“

„DEVA=démontage volontaire de l armée. Les mots sont important. Il ne s agit clairement pas d’un développement.“

„Die Durchhaltefähigkeit bei Log und FU aber auch LW ist gegenüber den Formationen des Heeres zT erheblich geringer. Dieser Aspekt wird im Leistungsprofil ausgeblendet.“

„2 Wochen WK: Es hat sich schon früher gezeigt in der Armee 95, dass sich für die meisten Verbände mit anspruchsvollerer Ausbildung 2 Wochen WK als ungenügende erwiesen haben. Es kommt noch dazu, dass die RS nurmehr 18 Wochen dauern sollen damit ein WK mehr absolviert werden soll. Das ist natürlich Augenwischerei. Ein Panzersoldat, ‐Uof zB ist nach 18 Wochen nicht ausgebildet und kann in einem 2 wöchigen WK keine Fortschritte erzielen. Wir laufen mit unserer modernen Armee Gefahr, wohl über die Mittel zu verfügen aber nicht über die Ausbildung dazu diese auch einzusetzen.“

„Das VBS ist Meilen weit entfernt von einer lernenden Organisation. Dies wäre aber Grundvoraussetzung für eine Weiterentwicklung, die ihren Namen verdient.“

„Die Armee muss weiterhin selbstbewusst auftreten, wie dies der CdA André Blattmann und BR Ueli Maurer jetzt gut machen. Die VBS‐Verwaltung produziert gute Arbeit mit der WEA (diverse Alternativen / Varianten wurden erarbeitet mit hohem Druck). Die Oeffentlichkeitswirkung ist viel besser geworden, gerade wieder jüngst.“

„Die WEA ist eine „Bankrotterklärung“ am die Armee XXI, und dies mit Recht.“

„Insbesondere scheint es mir schwierig zu werden, wenn eine Verteidigungsoperation gleichzeitig laufen soll und die Ter Reg bereits einen Unterstützungseinsatz führt. Die Thematik „Ein Raum ‐ Ein Chef“ ist hier schwierig.“

„Die Lehrverbände müssen Übungen bereitstellen, bei denen die Kp und Bat durch Berufskader beübt werden. Nur so kann erreicht werden, dass die Kader wirklich führen und nicht nur administrieren.“

„Hinter dieser neuen Armee kann ich als ehemaliger BO nicht mehr stehen.“

„Des soldats peuvent être formé en 18 semaines. Il faut 20 ans pour former des of EM des GU, par exemple des of rens dir, des SCEM ou des CEM. La menace évolue plus rapidement, donc il faut anticiper.“

„Mit einer „Hilfstruppe“ zur Unterstützung ziviler Behörden wird das Image einer „normalen Armee“ = schlagkräftiges Notfallinstrument mit glaubwürdiger Dissuasionswirkung ‐ definitiv beerdigt. Die Motivation, in einen solchen Hilfsverein einzurücken, wird noch mehr sinken. Die Aufwendungen von mehreren Milliarden Franken für einen solch unglaubwürdigen Klub in Uniform werden mittelfristig auch von bürgerlichen WählerInnen als unsinnig betrachtet werden. Die Milizfreundlichkeit wird durch die Sinnentleerung bzw. verfassunsgwidrige Umdeutung des Armeezwecks (=subsidiäre Hilfstruppe) geschwächt, weil es einer Ausbeutung ziviler Potentiale gleichkommt, die die fehlenden Ressourcen für Grossanlässe oder die krassen Unterbestände in den kantonalen Polizeikorps ausgleichen sollten. Jeder, der je einen subsidiären Einsatz selber erlebt hat, kommt sich im Nachhinein „verheizt“ vor und wird sich aus dem System davonschleichen.“

„Besseres Personalmanagement (Ressourcen aktiv managen / Wissen der Miliz besser nutzen / „Alte Obersten“ für Bat Stabs U und Gst S aufbieten, um von deren Erfahrung zu lernen, als Beob und Coaches).“

„Man sieht die Fehler ein, die bei der AXXI gemacht wurden und versucht nun einen Weg zurück einzuschlagen. Der erfolgt jedoch ab einer morschen und untauglichen Grundlage. So kann es nichts Taugliches geben.“

„Der Verfassungsauftrag der Armee kann nicht mehr erfüllt werden. Die Leistungsfähigkeit der Armee in der echten Krise strebt gegen Null. Die Durchhaltefähigkeit ist nicht mehr gegeben. Das System ist völlig unökonomisch. Der Milizcharakter ist akut gefährdet. Der Kadermangel wird sich weiter verschärfen, die Qualität weiter verschlechtern.“

„Positiv sind Gradabverdienen, 2 Wochen WK, Beibehaltung des Milizprinzips. Unklar ist die Mobilmachung, Bereitschaftsverbände sind ok, aber nur Teil der Lösung.“

„Mit der WEA wurden zur Zeit weder Doktrin noch Prozesse festgelegt… Es wurden zuerst Sterne und Gs Vb gezeichnet dann überlegt wie das zusammen funktionieren soll. So gibt es zwar ein Ausbildungskommando (***) aber bei allen DU CdA gibt es Trp welche ausgebildet werden.“

„Attualmente lo sviluppo di certi concetti avviene sotto un enorme pressione di tempo e il tutto non è molto coordinato. Stiamo rischiando di fare gli stessi errori non approfondendo le tematiche prima di prendere le decisione. Non abbiamo in sè nessuna urgenza ma ci creiamo da soli questi problemi.“

Ich möchte es nicht unterlassen, all jenen, die sich die Mühe genommen haben mitzumachen, meinen besten Dank auszusprechen (völlig unabhängig, ob sie skeptisch, begeistert dafür oder vehement dagegen sind). Eine Rücklaufquote von gut 17% darf als erfolgreich beurteilt werden.

Die „Schweiz am Sonntag“ berichtet über die Stellungnahme der GGstOf.

In wenigen Tagen werden wir Ihnen eine – soweit uns bekannte – Gesamtübersicht der Vernehmlassungsantworten präsentieren.

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12 Antworten auf Weiterentwicklung der Armee (WEA) – Stellungnahme der GGstOf

  1. I miei complimenti al signor Presidente per la notevole qualità del lavoro svolto dall´associazione degli uff SMG. Mi scuso di non avere partecipato al sondaggio.
    Le conclusioni a pagina 3 del documento sono di una chiarezza illuminante.
    Forse il problema determinante è di come convincere la classe politica ed i mass media. Ma il risultato dell´ultima votazione ci lascia realisticamente sperare.
    Auspico che si confermi la validità del nostro motto “ omnia labor improbus vincit “ (allorché il perseverante lavoro, come nella fattispecie, è altamente intelligente).
    Un cordiale saluto.

  2. Jean Pierre Petenier sagt:

    Die ausgearbeitete Stellungnahme unserer Gesellschaft ist konsistent und fundiert. Sie sucht ihresgleichen weit und breit was militärisches Wissen und Systematik anbelangt. Ich beglückwünsche die an der Stellungnahme beteiligten Kameraden und wage trotz den Widerwärtigkeiten der Zeit zu hoffen, dass ihr Einsatz in der zukünftigen Armee Spuren hinterlässt!

  3. Hanspeter Draeyer , Oberst i GST a D sagt:

    Ich danke den Verantwortlichen der GGStOf für die präzise und überlegte Stellungnahme. Ich kann mit Überzeugung dahinterstehen. Sie spricht die relevanten Systemknotenpunkte an. Werden an diesen Punkten im weiteren Verlauf keine der verlangten Korrekturen gemacht, sehe ich für das Weiterbestehen einer glaubwürdigen Armee schwarz – für einmal leider nicht das Schwarz unserer Waffengattung, das uns verbindet.

  4. Willy Meyer sagt:

    Kompliment für die sorgfältige Stellungnahme mit den konkreten Wertungen und Empfehlungen.

  5. Tischhauser Heinrich sagt:

    Ginge es um die Armee 61, hätten fundierte Analysen der Gst Of Gewicht. Hier geht es um die XY-ste Reform der Armee. Die Gewichte haben sich verteilt. Reformen in unwirklichen Zeitabständen verschleiern den wahren Zustand unserer Armee. Dahinter orientiert sich die Politik und die Gesellschaft als wirklich an unwirklichen Zuständen. Es gibt auch keine Anzeichen, dass die Armee in naher Zukunft verlässliche Konturen erhält. Umso mehr ist es wichtig und richtig, dass sich auch die Stimme der Gst Of deutlich vernehmen lässt. Allein, die Politik der letzten Jahre und voraussichtlich der Zukunft lässt wenig Glauben, dass die Armee die Oreintierung erhält, welcher sie dringends bedürfte.

  6. Bruno Bernasconi, Oberst i Gst a D sagt:

    Mit dieser Bearbeitung haben Sie für meine Erwartungen als nicht mehr Aktiver eine wertvolle, generalstäbliche Arbeit zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Projekt WEA geleistet; besten Dank an alle Beteiligten!

  7. Pingback: Weiterentwicklung der Armee (WEA) – Stellungnahme der GGstOf | Fricktaler Offiziere

  8. Walter Häcki, Oberst i Gst a D sagt:

    LiebernMartin,
    Ich bin glücklich, dass Du so klar Stellung beziehst. Leider haben die Offiziere, insbesondere SOG, alles geschluckt, und in meinen Augen den jetzigen Schlamassel mitverursacht.
    Ich hoffe sehr Deine Stimme, die auch meine ist, wird noch gehört.

  9. zala boris sagt:

    Sviluppo dell`esercito.L`esercito muta o cambia in base alla situazione politica economica mondiale.Cosa vuol dire?In base alla minaccia,bisogna avere una difesa adeguata in addestramento e armamento.Gli effettivi devono rimanere pressoché invariati.Il grosso problema viene dal nostro governo, ove ci sono persone che hanno l`arroganza di intromettersi a discutere di geopolitica o di armamenti che non ne hanno la benché minima idea di cosa sono.(Esempio alcuni giorni orsono una parlamentare ha chiesto se i gripen potevano volare di notte!!?)Lasciamo lavorare gli esperti del settore ! A ognuno il suo lavoro e pensiamo a cosa dobbiamo cambiare in governo!Boris 7743 Brusio Piazzo GR

  10. Thomas Schneider, Oberst i Gst sagt:

    Tatsächlich ist die Analyse der GGst Of fundiert und generalstäblich, nur frage ich mich: Dürfen wir Gst Of tatsächlich unabhängig von allen äusseren Einflüssen in unserer Stellungnahme zur WEA die reine Lehre predigen? Was nützt eine Analyse, welche die politischen Realitäten ausblendet? Es kommt mir ein wenig vor wie zu Zeiten der Armee 61, als wir mechanisierte Operationen ganzer Armeekorps planten und dabei so taten, als gäbe es im Operationsraum keine Zivilbevölkerung.

  11. Hanspeter Draeyer Oberst i GST a D sagt:

    Werter Thomas Schneider, an diesem Punkt in einem politischen Entscheidprozess muss ein Generalstabsoffizier die Position der Fach- und Themenkompetenz einnehmen und gestützt auf militärische Fakten und Argumente agieren. Mit dem Aufzeigen der Erkenntnisse und Konsequenzen ermöglichen wir den Politikern, wahrzunehmen, welche Folgen ihre Entscheidungen hätten und wir ermöglichen den Wählern, diejenigen Politiker zu wählen, deren Entscheidungen für unser Land das geringste Sicherheitsrisiko darstellen. Eine andere und edlere, letztlich eben doch „politische“ Aufgabe für eine Expertengruppierung, wie sie die GGStOf darstellt, gibt es in einem demokratischen Staat nicht.

  12. Franz Betschon sagt:

    Ein früheres Mitglied einer damaligen ständerätlichen Miltärkommission (heute SiK SR) monierte einmal, es sei ihr grösstes Problem gewesen, bei Anhörungen von den „Generälen“ jeweils den militärischen Standpunkt zu erfahren und nicht schon deren politische Gewichtung, Politik würden sie dann schon selber machen. Insofern ist der „Einbezug politischer Realitäten“, wie ihn Kamerad Schneider fordert, sehr problematisch. Konsequent weiter gedacht, landet man auf dieser Denkschiene bei dem was schon „Hidden Agenda“ genannt wurde. Diese verdeckte Drehbuch ist die Erklärung für viele ansonsten unerklärliche „Entscheide“ (von wem?), die die Armee in den letzten 10 Jaren sehr weit weg vom Kriegsgenügen geführt haben und die mit immer neuen Kunstwörtern („Aufwuchs“, „Kernkompetenz“, „Sparzwang“ etc.) dem Bürger nahegebracht werden sollten. Leider haben einige Stellungnahmen zum Projekt WEA den „politischen Realitäten“ (ein neues Kunstwort?) nur allzu freundlich Rechnung getragen.

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