Wer soll militärische Chefs ausbilden?

Die NZZ hat den Ball der GGstOf aufgenommen und das Thema „Kaderausbildung“ in der heutigen Ausgabe thematisiert:

Bundesrat Maurers Absicht, die Ausbildung der höheren Armeekader aus dem direkten Verantwortungsbereich des Chefs der Armee auszugliedern, stösst auf Bedenken. Befürchtet wird eine hierarchische Herabstufung.

Martin von Orelli, als Divisionär ehemaliger Stellvertreter des Armeechefs und seit 2008 Präsident der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere, treibt die Sorge um, mit der neuen Kopfstruktur werde die HKA unter Verzicht auf ein eigentliches Kommando der Generalstabsschule hierarchisch herabgestuft. Dabei habe man mit dem Übergang zur Armee XXI, auch in Sorge um die Sicherstellung genügenden und qualitativ überzeugenden Kadernachwuchses, mit der Unterstellung der HKA unter den Chef der Armee diesen Bereich eben gerade aufwerten wollen. Heute sei die HKA in der Bildungslandschaft Schweiz ein anerkannter Partner mit gefestigter Praxis der Anrechnung ihrer Lehrgänge. Und: Bei unseren Nachbarn seien die höchsten militärischen Ausbildungsstätten direkt dem Generalstabschef (Chef der Armee) unterstellt. Nur so könnten truppengattungsspezifische Scheuklappen abgelegt und das notwendige Denken in streitkräfteübergreifenden Dimensionen gefördert werden.

Den ganzen Bericht aus der NZZ vom 21. Oktober 2011 finden Sie online bei NZZ.ch

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Ein Kommentar zu Wer soll militärische Chefs ausbilden?

  1. Daniel Spillmann sagt:

    Wenngleich die Neuunterstellung und damit verbundene Herabstufung der HKA nicht die einzige Überraschung in der neuen „Kopfstruktur“ ist, so ist sie doch sicher die in den Konsequenzen gravierendste. Und angesichts des knappen Begleitschreibens wirkt sie tatsächlich etwas zufällig. Bleibt zu hoffen, dass dieses Thema nun erneut aufgegriffen wird und die HKA (welche ich persönlich als herrvorragende Institution erlebt habe) den ihr angemessenen Stellenwert behält!

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