Zusammenarbeit mit der ASMZ: Neue Lage!

Als sich die GGstOf daran gemacht hat, regelmässig in  den verschiedenen schweizerischen Militärzeitschriften Artikel zu publizieren, hat der Präsident der GGstOf das direkte Gespräch mit den verschiedenen Chefredaktoren gesucht. Mit allen konnte in unkomplizierter Art und Weise ein guter Zusammenarbeitsmodus gefunden werden. Nachdem die GGstOf aber in ihrer Vereinsversammlung 2011 mit erdrückender Mehrheit einen Beitritt zur SOG als Fachsektion abgelehnt hat, wurde uns zu verstehen gegeben, dass es der ASMZ in Zukunft nicht mehr möglich sein werde, einer „externen“ Organisation in regelmässigen Zeitabständen Raum zu gewähren. Die ursprüngliche Abmachung mit dem Chefredaktor, Oberst i Gst Roland Beck, hatte dahingehend gelautet, dass pro Jahr vier Artikel über das Korps der Gst Of erscheinen sollen: zwei durch die GGstOf (freie Themenwahl), einer durch das Kdo HKA (mehr historisch ausgerichtet), einer durch das Kdo Gst Schule (ausbildungslastig).

Der Entscheid der Redaktionskommission der ASMZ ist an sich nachvollziehbar und zu akzeptieren. Das wird kurzfristig bedeuten, dass die GGstOf im Jahre 2011 keinen Artikel in der ASMZ veröffentlichen wird. Wir bedauern den Verlust dieses gedruckten Kommunikationskanals und beurteilen die Lage nun neu.

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5 Antworten auf Zusammenarbeit mit der ASMZ: Neue Lage!

  1. Oberst i Gst Beat Saurer sagt:

    Da kann man nun wirklich nur ungläubig den Kopf schütteln, wenn man die ASMZ Begründung liest. Was um Himmels Willen ist denn eine „externe Organisation“, wenn es um fundierte Artikel und Meinungsäusserungen der GGstOf geht ? Ist denn nicht nahezu jedes Mitglied der GGstOf auch Leser und Abonnent der ASMZ ? „Networking“ auch in der intellektuellen Auseinandersetzung mit Themen, die uns alle interessieren und beschäftigen ist doch das Gebot der Zeit, das Gärtlidenken hat nun wirklich keinen Platz mehr..zudem würden der ASMZ ein paar spannende zusätzliche Seiten ganz gut tun

  2. Der Entscheid die Vereinigung der GGst Of bzw. deren Verlautbarungen bei der ASMZ nicht mehr zuzulassen ist ebenso inskonsequent wie dumm. Einerseits werden andere tatsächlich völlig aussenstehende Organsiationen wie bspw. das Unternehmer-forum Lilienberg (sitze dort im Ehrenteam), – um nur eine zu nennen -, zugelassen, wobei jenen gegenüber die GSt Of immer auch einer KOG und/oder Fachsektion der SOG angehören (!!); anderseits ist der Entscheid kleinlich sowie wohl von Neid geprägt und birgt die Gefahr, dass eine neue Militärzeitschrift ins Leben gerufen werden könnte/ müsste. Es ist im Übrigen vor dem Hintergrund der Meinungs- und Pressefreiheit höchst bedenklich, wenn sich der Verlag wie hier die Verwaltungs-kommission in die Arbeit der Redaktion einmischt. Könnte mir vorstellen, dass die Redaktion des Schweizer Soldat Texte aus der Feder der GGstOf Vereinigung bzw. von GstOf mit Freude entgegen nimmt, sich zu Recht ins Fäustchen lacht.
    Ausgerechnet in einer äusserst schwerigen Zeit für die Weiterexistenz unserer Armee fällt man übereinander her, statt in gut eidgenössischer Art zusammenzustehen. Empfehle daher dringend, diesen Entscheid im Interesse von Sicherheitspolitik und Armee wiederzuerwägen; es gilt eine kluge Güterabwäbgung vozunehmen, was wohl aus rein emotionalen und unnötigen Prestigegründen unterlassen worden zu sein scheint! Der Entscheid der GGst Of Vereinigung beruht auf achtenswerten Gründen,
    erfolgte im Interesse der wirkungsvolleren Einflussnahme auf die Sicherheitspolitik bzw. die Poltitiker, dies ganz im Sinn einer starken Partnerschaft von SOG und GstOf Vereinigung. Frage zum Schluss: Trifft es etwa zu, wie ich gerüchteweise erfahren zu haben glaube, dass abgesehen von Personen der aktuellen Redaktion auch die Gruppe Giardino ausgeschlossen werden soll?!
    Erwarte also eine klare Antwort, worum ich eindringlich bitten möchte.
    Abschliessend kann ich nur hoffen, dass dieser der Offizierschaft unwürdige Zwist nicht das Licht der Öffentlichkeit und damit der Politik (wir stehen in einem Wahl-jahr!) erblickt.
    Mit freundlichen Grüssen
    Oberst i Gst aD Hans-Jacob Heitz
    8708 Männedorf/ 8032 Zürich

  3. Knutti Walter sagt:

    Ja es ist in der Tat störend und wohl auch nicht sachlich zu rechtfertigen, wenn die ASMZ sich so zugeknöpft gebärdet. Vielleicht ist es aber auch gut so, denn ich denke man sollte fundierte Meinungen aus der „Welt“ der Gst Of und der Offiziersgesellschaft sowieso viel häufiger in den Tageszeitungen veröffentlichen. Tageszeitungen werden breit gelesen und vermutlich viel erfolgreicher durch die Leser aufgesogen als das eine Insider-Zeitschrift, wie das die ASMZ ist, tun kann. Ich habe oft den Eindruck, dass sich da (bei der ASMZ) Leute in einem abgeschlossenen Zirkel mit Ihresgleichen befassen. Ich glaube es ist oft verlorene Liebesmühe schon überzeugte Leser noch mehr überzeugen zu wollen. Der Verdacht sei mir erlaubt, dass man sich gerne selber in der ASMZ liesst, so bleibt man in Erinnerung und gehört zu einem exklusiven Zirkel. Die ASMZ ist kein meinungsbildendes Organ ausserhalb der Armee, dafür fehlt ihr schlicht die entsprechende Leserschaft, für den Offizier ist sie aber trotz allem informativ.

  4. Bruno Bernasconi, Oberst i Gst a D sagt:

    Ich denke, vorerst ist gegenüber der sogenannten „Neuen Lage“ Gelassenheit am Platz. Die Veröffentlichsmöglichkeit der GGstOf mittels der ASMZ ist für uns vermutlich gar nicht so wichtig und jedenfalls in keiner Weise existenziell. Ohne dem Vorstand unserer Gesellschaft vorgreifen zu wollen, bin ich überzeugt, dass uns andere Veröffentlichungskanäle, möglicherweise wirkungsvollere als die ASMZ, offen stehen. Kommt Zeit, kommt Rat, das gilt auch für unser Verhältnis zur SOG. Immerhin sind wir gegenüber beiden zu nichts verpflichtet, und das ist zur Zeit mindestens nicht nachteilig.

  5. Oberstlt Peter Graf, Vizepräsident SOG / Präsident Kommission ASMZ sagt:

    Geschätzte Mitglieder der Gesellschaft für Generalstabsoffiziere

    In meiner Funktion Präsident der Kommission ASMZ hatte ich kürzlich die Chance Ihrem Präsidenten meinen oben angesprochenen Entscheid persönlich zu erläutern. Offenbar ist diese Interna für Sie von erheblicher Bedeutung. So nutze ich gerne die Gelegenheit auch noch öffentlich Stellung zu nehmen:

    Die ASMZ ist das deutschsprachige Organ der SOG und wird von den Mitgliedern aller deutschsprachigen Sektionen finanziert. Die ASMZ versteht sich einerseits als liberale Plattform, welche der Diskussion um die künftige Ausgestaltung unserer Sicherheitspolitik dienen soll. Anderseits hat sie als Verbandsorgan den Sektionen der SOG und deren Mitgliedern zu dienen. Ihre Gesellschaft publizierte bereits in den Ausgaben 01/02 und 04. Würde wir jeder der rund 70 deutsch- oder mehrsprachigen Sektionen denselben Platz einräumen, so wäre fast die halbe ASMZ durch Vereinsnachrichten belegt. Um unseren Sektionen gerecht zu werden, habe ich festgestellt, dass wir dieses Jahr der Gesellschaft für Generalstabsoffiziere (GGstOf) keine weiteren Seiten zur Verfügung stellen können.

    Mündlich nicht erläutert, um diesen Entscheid einordnen zu können aber vielleicht auch von Interesse ist die Tatsache, dass neben der GGstOf weitere Gruppierungen sich um die Platzierung ihrer Botschaften bemühen. Das ehrt uns und ist im Sinne der liberalen Ausrichtung der ASMZ erwünscht. Es zwingend uns aber auch ab und zu ungeliebten Entscheiden; nicht zuletzt auch aufgrund von Budgetrestriktionen.

    Ich habe es auch intern sehr klar und deutlich kommuniziert, dass die obige Einschränkung weder Personen noch Inhalte betrifft. So freue ich mich auf die angekündeten Artikel u. a. von Div Martin von Orelli und von Maj i Gst Markus M. Müller und bin unserem Redaktor Höhere Kaderausbildung, Oberst i Gst Michael Arnold für seine wertvolle Arbeit sehr dankbar.

    Ich bin mir auch sehr wohl bewusst, dass Sie fast alle zugleich Mitglied einer oder gar mehrerer Offiziersgesellschaften sind und sehr viele sich in deren Vorständen und oft als Präsidenten engagieren. So wie die Generalstabsoffiziere für die Armee unentbehrlich sind, sind sie es auch für die Offiziersgesellschaften. Besten Dank für Ihr Engagement.

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